Wichtige Notenbanken senken ihre Leitzinsen

  • Mittwoch, 8. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 8. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 8. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

In einer konzertierten Aktion haben die wichtigsten Notenbanken der Welt ihre Zinsen gesenkt. Die Beruhigungspille für die Finanzmärkte wirkte aber nicht lange.

Weitere Themen:

Weil beim türkischen Staudamm-Projekt Ilisu anscheinend Menschenrechte und Umweltvorgaben verletzt werden, sind beteiligte Schweizer Firmen in der Klemme.

Die Tunnelbauer am Gotthard sind auf die gefürchtete Gesteinsschicht Piora gestossen - für einmal gibt es gute Nachrichten.

Beiträge

  • Beruhigungsmittel der Zentralbanken wirkt nur kurz

    In einer seltenen Aktion haben die sieben wichtigsten Zentralbanken der Welt ihre Zinsen gesenkt. Mit diesem Schritt, den es so bisher nur am 11. September 2001 gegeben hatte, wollten die Notenbanken Ruhe in die angespannten Finanzmärkte bringen. Das gelang nur bedingt.

    Die Leitzinssenkung beruhigte die Märkte lediglich kurz. Die wichtigsten Börsenbarometer in Europa und in den USA lagen wenige Stunden nach der Zinssenkung wieder deutlich im Minus. Wegen dramatischer Kurseinbrüche setzten mehrere Börsenaufsichten in Europa und Asien den Handel zeitweise aus.

    Die meisten Zentralbanken senkten ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte. In der EZB liegt der massgebliche Satz nun bei 3,75 Prozent. Die Fed und die Bank of England verringerten den Leitzins auf 1,5 beziehungsweise 4,5 Prozent.

  • IWF sagt Abkühlung der Schweizer Konjunktur voraus

     Die Finanzkrise bremst die Weltwirtschaft und wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch in der Schweiz zu einer starken Abschwächung der Konjunktur führen. In seiner jüngsten Prognose sagt der IWF für 2009 nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent voraus.

    Für 2008 erwartet der Fonds in der Schweiz ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent. Ende Mai waren die Wirtschaftsexperten noch von einem BIP-Wachstum von 1,4 Prozent für das laufende und 1,3 Prozent für das kommende Jahr ausgegangen.

    IWF malt schwärzer Damit ist der IWF pessimistischer als die meisten Schweizer Forschungsinstitute. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) etwa rechnet mit einem Wachstum von 1,3 Prozent für 2009.

    Beat Soltermann

  • Warum schlägt die Finanzkrise auf die reale Wirtschaft durch?

    Wann schlägt die Finanzkrise auf die «reale» Wirtschaft nieder? In der derzeitigen Krise wird häufig getrennt zwischen der schwer angeschlagenen Finanzwirtschaft einerseits und der so genannten realen Wirtschaft, wo die Krise lange nicht zu spüren war. Nun aber schlägt sie durch.

    Markus Mugglin erklärt im Gespräch mit Hans Ineichen, warum.

  • Ilisu-Staudammprojekt in der Schwebe

    Die Schweiz, Deutschland und Österreich erhöhen beim umstrittenen Ilisu-Staudammprojekt den Druck auf die Türkei. Sie drohen, ihre Exportversicherungen für die beteiligten Firmen zurückzunehmen, weil wichtige Auflagen nicht erfüllt werden.

    Die Versicherer aus den drei Ländern verschickten eine so genannte Umweltstörungsanzeige. Darin räumen sie der Türkei eine Frist von 60 Tagen ein, die Auflagen doch noch zu erfüllen. Konkret geht es um Menschenrechte und den Umweltschutz.

    Im Schreiben des verantwortlichen deutschen Ministeriums ist sogar von einer «allerletzten Chance» die Rede. Die Schweizerische Exportrisikoversicherung bestätigte auf Anfrage das Versenden der Umweltstörungsanzeige. Eine Sprecherin wollte im Gegensatz zu Deutschland allerdings nicht von einer «allerletzen Chance» sprechen.

    Dominik Meier

  • Proteste gegen Ilisu-Staudamm auch in der Türkei

    Der Bau des umstrittenen Nicht sorgt auch in Türkei für Proteste. Auch dort wehren sich immer mehr Menschen gegen das Riesenprojekt - für die Türkei eine ganz neue Entwicklung.

    Werner van Gent

  • Gute Nachrichten aus der Piora-Mulde

    Die Bauherren des Gotthard-Basistunnels sind eine ihrer grössten Sorgen los: In der Oströhre sind bisher bereits drei Viertel der geologisch heiklen Piora-Mulde aufgefahren. Das Gebirge hat sich stabil verhalten.

    Nach Angaben der Tunnelexperten besteht die Piora-Mulde auf der Höhe des Basistunnels aus hartem Dolomitmarmor ohne Wasserdruck. Geologen hatten bei der Planung des längsten Eisenbahntunnels der Welt befürchtet, dass die Piora-Mulde zu einem Problem werden könnte. Sie besteht in höheren Lagen aus zuckerförmigem, wassergetränktem Gestein und hätte dem Tunnelbau Schwierigkeiten bereiten können.

    Alexander Grass

  • Gericht soll Status von Kosovo klären

    Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat den Internationalen Gerichtshof (IGH) beauftragt, ein Gutachten zur umstrittenen Unabhängigkeit Kosovos beauftragt. 77 Mitgliedsländer stimmten für einen Resolutionsentwurf, den Serbien eingebracht hatte.

    Darin wird der IGH aufgefordert, die Rechtmässigkeit der einseitigen Unabhängigkeitserklärung zu überprüfen. 74 Länder enthielten sich, sechs stimmten dagegen. Seit der Unabhängigkeitserklärung im Februar haben weltweit 48 Länder Kosovo als eigenständigen Staat anerkannt.

    Südeuropa-Korrespondent Walter Müller erklärt im Gespräch mit Hans Ineichen, was die Entscheidung bedeutet.

  • «Echo»-Serie: Welche Folgen hat die Nahrungsmittelkrise?

    Marokko - einst Kornkammer Europas - versucht heute mehr schlecht als recht, sich als Gemüse- und Früchteexporteur auf den Weltmärkten zu behaupten. Den Rest seiner Nahrungsmittel - und das ist der grösste Teil - muss das Land im Ausland einkaufen.

    Immer höhere Preise für diese Importe haben bereits katastrophale Folgen für die soziale und wirtschaftliche Stabilität. Bereits vor einem halben Jahr berichtete das «Echo der Zeit» in einer Serie über die verheerenden Folgen der Nahrungsmittelkrise.

    Nun sind die Korrespondenten noch einmal an die Orte von damals gereist und wollten wissen: Was hat sich verändert?

    Alexander Gschwind

  • Erinnerungen an Helmut Qualtinger

    Er wurde «Landesverräter» genannt, weil er den Österreichern wie kaum ein anderer den Spiegel vorhielt - und dabei kannte Helmut Qualtinger kein Pardon.

    Sein Stück «Der Herr Karl» - ein Kleinbürger, der seine Leben in der Vor-, Kriegs- und Nachkriegszeit erzählte - führte landesweit zu Protesten. 1986 starb der Kabarettist, Schauspieler und Sänger mit 58 Jahren. Heute wäre er 80 Jahre alt geworden.

    Joe Schelbert

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Urs Bruderer