Euro – Konstrukt ohne Zukunft

Am 20. August steigt Griechenland nach acht Jahren Krise aus dem EU-Rettungsprogramm aus. Ist das Land und damit die Gemeinschaftswährung gerettet? Keineswegs. Der Euro hatte Wohlstand versprochen, gebracht hat er den Griechen nur einen kurz anhaltenden Boom. Dem folgten Armut und Wut. Der Traum wurde zum Albtraum, wie die «ECO»-Reportage zeigt.

Die strukturellen Defizite der Gemeinschaftswährung blieben ungelöst. Der Euro ist nach wie vor schwach. Grund: Mit Italien steht nun die drittgrösste Wirtschaftsnation der Euro-Gemeinschaft am Abgrund. Ein Sparprogramm will sich die neue Regierung von Brüssel nicht diktieren lassen. Die Frage nach einem Austritt aus dem Euro wird von Teilen der Regierung laut diskutiert.

Doch Italien kann sich hoch verschuldet den Austritt gar nicht leisten. Das Land wäre sofort bankrott. Ökonomisch betrachtet wäre ein Austritt nur für wirtschaftsstarke Länder verkraftbar. Der ehemalige IWF-Ökonom und Princeton-Professor Ashoka Mody schlägt daher vor, dass Deutschland den Euro verlassen soll.

Andernfalls werde das Experiment Euro zu einem Desaster. In seiner heutigen Form wird die Gemeinschaftswährung kaum bestehen können.

Im Anschluss: «ECO Talk» mit den einflussreichen Ökonomen Ernst Fehr und Hans-Werner Sinn.

Beiträge

  • Griechenland nach dem Ausstieg aus dem EU-Rettungsprogramm

  • Italien am Abgrund

  • Princeton-Professor Ashoka Mody mit Rettungsvorschlägen

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