Zivilcourage: Wo soll man intervenieren und wo nicht?

Gemeinsam haben Fitore Kastrati und Arina Binz sich eingeschaltet, als eine Schülerin in der 1. Sekundarklasse gemobbt wurde, traurig und einsam wurde und letztlich Selbstmordgedanken äusserte. Die beiden 16-jährigen Mädchen kontaktierten die Präventionsstelle der Schule, die umgehend reagierte.

Arina Binz und Fitore Kastrati haben für ihren Einsatz den «Prix Courage Next Generation» gewonnen.
Bildlegende: Arina Binz und Fitore Kastrati haben für ihren Einsatz den «Prix Courage Next Generation» gewonnen. Beobachter

Die beiden Mädchen wurden gecoacht, und sie kümmerten sich sofort um die Erstklässlerin mit Erfolg. Heute wird sie nicht mehr gemobbt und sie hat ihre Lebensfreude wiedergefunden.

Die drei wichtigsten Tipps zum Thema Zivilcourage im Alltag:

1. Beobachten Sie das Geschehen zuerst, um abzuschätzen, wie «heiss» die Situation bereits ist. Versuchen Sie dabei, ruhig zu bleiben.

2. Provozieren, berühren oder beleidigen Sie den oder die Angreifenden nicht. Versuchen Sie in erster Linie, das Opfer zu schützen. Nehmen Sie dazu (Augen-)Kontakt mit dem Opfer auf.

3. Machen Sie sofern möglich andere Zeuginnen und Zeugen auf die Situation aufmerksam. Holen Sie lieber Hilfe, wenn Ihnen eine eigene Intervention zu gefährlich erscheint.

Weiterführende Links:

Aktuelle Beobachter-Titelgeschichte zu Zivilcourage «Das Experiment»

Beobachter-Kampagne #Schauthin für mehr Zivilcourage im Alltag mit der Möglichkeit, ein eigenes Bekenntnis abzugeben.

Merkblatt des National Coalition Building Institute (NCBI) für Zeuginnen und Zeugen von Gewalt in öffentlichem Raum.

Buchtipp «Mobbing so nicht»