Bonus: Die Genderfalle

Kurz bevor es mit Einfach Politik wieder losgeht, möchten wir euch etwas anderes zum Hören empfehlen: eine Serie des SRF-Podcasts Hotspot. Sie heisst "Die Genderfalle". Isabelle Maissen beleuchtet darin das Thema Gleichstellung - und zwar mal ganz anders.

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Wie servieren euch hier die dritte Episode der Serie. Darin geht es um Männer und wie sie still leiden unter dem Bild des starken Beschützers. Das kann sie krank machen und sogar tödliche Folgen haben. Und dass die meisten Väter nach wie vor ihre Familie ernähren und stärker berufstätig sind als die Mütter, kann für sie bei einer Scheidung dramatische Folgen haben.

Psychisch krank sein, depressiv sein, das ist für Männer nicht vorgesehen. Das erzählt uns Andres Andrekson a.k.a. Rapper Stress. Und dass er manchmal nach einem Konzert weinen müsse, das sei für seine Bandkollegen am Anfang schwierig zu akzeptieren gewesen. Stress ist nicht allein, das haben die Recherchen für diesen Podcast gezeigt: Viele Männer fühlen sich mit ihren Sorgen und Schwächen allein gelassen, nicht ernst genommen.


Und die Fakten geben ihnen recht: Depressionen werden bei Männern viel seltener diagnostiziert. Sie sterben früher. Bei der Witwerrente werden sie benachteiligt. Vor Richtern und Behörden zählt die Vaterrolle schlicht weniger als die Mutterrolle. Väter sind so bei einer Trennung und dem Sorgerecht für die Kinder schon von Anfang an in der Rücklage. Das bestätigt uns auch ein Anwalt. Sitzen also Männer auch in der Genderfalle? Reproduzieren sie Rollenbilder, die ihnen eigentlich schaden?

Erzählt uns von euren eigenen Erfahrungen oder schickt uns eure Fragen: als Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder per Email auf hotspot@srf.ch.

Das ist ein Podcast von SRF. Stimme und Recherche: Isabelle Maissen, Produktion: Maj-Britt Horlacher.