Sendungsporträt

Von SRF aufwändig restauriert, feiert die 1973/1975 entstandene Schweizer Krimiserie «Ein Fall für Männdli» ihre Rückkehr auf den Bildschirm. Als Privatdetektiv Max Männdli ermittelte Ruedi Walter in 26 kuriosen Fällen. An seiner Seite: Margrit Rainer sowie viel deutsche TV- und Kino-Prominenz.

Detektiv Männdli mit einer handvoll Ballonen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ruedi Walter als Männdli versucht mit allen Mitteln seine Fälle zu lösen. Copyright SRF

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Sendeplatz

Ab dem 7. September 2016 jeweils mittwochs um 16:00 Uhr auf SRF 1.

«Herr Männdli ist mein bester Mann!» ruft Herr Tobler (Inigo Gallo) vom gleichnamigen Züricher Detektivbüro jeweils, wenn er vor seinen ungläubigen Auftraggebern vom besten Mitarbeiter spricht. Denn wenn der kleine unscheinbare Max Männdli (Ruedi Walter) mit Schnauzbart, Brille und Baskenmütze aus dem Schatten tritt, unterschätzen ihn nicht nur die Auftraggeber; auch die halbseidenen Gestalten, deren Spur er aufnimmt, lachen vorab gerne über den kauzigen Ermittler, dem nicht selten seine Haushälterin Rosa (Margit Rainer) auf dem Fusse folgt.

Max Männdli ist über 60 und eigentlich pensionierter Elektriker. Die Tätigkeit als Privatdetektiv betreibt er hauptsächlich als Hobby, um Geist und Verstand fit zu halten. Dementsprechend sucht er sich seine Fälle aus und landet dabei immer in eher seltsamen Milieus. Oft lösen sich die Fälle, die er übernimmt, im Nichts auf: Raubmorde erwiesen sich als Unfälle, Betrugsfälle als überhaupt nicht geschehen und die Diebe stehlen immer nur bei sich selber und schaden niemanden.

1973 hob TV-Autor Werner Wollenberger den privaten Ermittler Max Männdli aus der Taufe. Unzweifelhaft beeinflusst von Agatha Christies «Miss Marple», Gilbert Chestertons «Pater Brown» oder aber auch vom unvergessenen «Columbo» hatte Wollenberger die Rolle des kauzigen Ermittlers aus Zürich auf den populären Volksschauspieler Ruedi Walter zugeschnitten. Walter – am 10. Dezember 2016 jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal – konnte so, nach seinem ersten TV-Serien-Einsatz 1968 in «Die sechs Kummer-Buben», 1973 als Serienhauptdarsteller die Mattscheibe erobern. «Ein Fall für Männdli» entstand als Co-Produktion des Schweizer Fernsehens mit dem westdeutschen Fernsehen und wurde später sogar in die DDR exportiert.

Aufgewertet wurden die einzelnen Episoden mit deutscher Kino- und Fernsehprominenz, die dem Unternehmen, das sich gerne provinziell-spiessig drapierte, internationales Flair gab. Zu sehen sind damals bekannte Schauspieler wie Ruth-Maria Kubitschek, Siegfried Rauch, Herbert Fux, Rosemarie Fendel, Robert Freitag, Margarete von Trotta. Aber auch bekannte Schweizer Gesichter sind auszumachen. So unter anderem Margrit Rainer, Inigo Gallo, Ursula Schaeppi, Hannes Schmidhauser, Sigfrid Steiner, Peter Arens, Erwin Kohlund, Jörg Schneider, Walo Lüönd und, in einer frühen Rolle, Birgit Steinegger.