Abfallwahnsinn – wie weiter?

24 Millionen Tonnen Müll produziert die Schweiz jährlich – Platz 3 weltweit. Wie belastet der Abfall unsere Umwelt, wie können wir ihn reduzieren oder gar als wertvolle Ressource nutzen, aus welcher Neues entstehen kann? «Einstein» porträtiert visionäre Köpfe und ihre Ideen, Müll neu zu definieren.

Beiträge

  • Ist viel Abfall sogar gut für die Umwelt?

    Eine aktuelle Studie zeigt: Länder mit den grössten Abfallmengen verursachen weniger Umweltschäden als Länder mit kleiner Abfallmenge. Beispiel Schweiz: Gutes Recycling und eine effiziente Abfallverbrennung wirkt sich positiv auf die Ökobilanz aus. Doch diese Art der Abfallverwertung ist teuer. Arme Länder deponieren ihren Müll. Oft mit katastrophalen Folgen für die Umwelt. Auf der Müllseite macht die Schweiz vieles richtig. Doch durch unseren Konsum sind wir für die Müllberge in den Erzeugerländern mitverantwortlich, welche unsere Produkte herstellen.

  • Künstliche Intelligenz sortiert Abfall

    Die digitale Revolution erfasst das Abfallgeschäft. Viele wertvolle Rohstoffe im Abfall können nicht rezykliert werden, weil es bei der Sortierung hapert. Jetzt halten intelligente Roboter im Schweizer Recyclinggeschäft Einzug. Sie sollen helfen, Wertstoffe im Abfall exakter zu sortieren und so die Recyclingquote zu steigern.

  • Aus Abbruchhäusern entstehen neue Gebäude

    Von der Wegwerfmentalität ist auch die Bauwirtschaft betroffen. Häuser werden immer schneller abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. Neuwertige Bauteile werden verschrottet und riesige Abfallmengen produziert. Das ist eine Sackgasse, ist die Architektin Barbara Buser überzeugt. Die Bauteile müssen künftig im Kreislauf gehalten werden. In einem wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt baut sie jetzt das erste grosse Gebäude, welches praktisch ausschliesslich aus Bauteilen von Abbruchhäusern besteht.

  • Das Flugzeug aus Plastikmüll

    Der Ingenieur und Erfinder Arthur Huang will Bau- und Transportwesen mit neuen Materialien revolutionieren. Sein Ausgangsmatetrial ist Plastikmüll, sein Endprodukt ein hochwertiger Baustoff mit dem er Häuserfassaden, Möbel und sogar ein Flugzeug baut. «Einstein» portraitiert den Visionär aus Korea.

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Redaktion: Anatol Hug, Peter Höllrigl