Das Geheimnis des Placebo-Effektes

Warum wirken Pillen, die gar keinen Wirkstoff enthalten? Und vor allem: Wie? «Einstein» geht einem der grössten Mysterien der modernen Medizin auf den Grund.

Und zeigt: Der Placebo-Effekt macht nicht nur Kinder tapfer und führt Sportler zum Sieg, er heilt auch Reizdarm-Patienten. Die hohe Signifikanz des Placebo-Effektes hat dazu geführt, dass die renommiertesten medizinischen Fakultäten in Europa und Amerika ihre Placebo-Forschung heute massiv intensivieren.

Beiträge

  • Wie Placebo zum Olympiasieg führt

    Können Placebo-Pillen Spitzensportler zu Bestleistung antreiben? Ja, sagt der britische Sportmediziner Chris Beedie. «Einstein» zeigt sein spannendes Placebo-Experiment mit der britischen Radsport-Elite – und staunt über die Resultate. Chris Beedie: «Eine Verbesserung von zwei bis drei Prozentpunkten klingt nicht nach viel, aber in vielen Sportarten entscheidet diese Differenz zwischen Olympiasieg oder einem Platz ausserhalb der Top Ten.»

  • Die Zaubercreme, die tapfer macht

    Kann eine Placebo-Creme Kinder schmerzunempfindlich machen? «Einstein» macht die Probe aufs Exempel und zeigt: Wenn Forscher die Bedeutung der Creme mit einer tollen Geschichte erhöhen, reagieren Kinder signifikant weniger schmerzempfindlich auf Hitze. Aus einer normalen Hautcreme wird eine Zaubercreme, die tapfer macht.

  • Das Placebo-Dilemma

    Placebo funktioniert nur, wenn der Arzt seinen Patienten davon überzeugen kann, dass er ihm tatsächlich einen Wirkstoff verabreicht. Das heisst: Der Arzt muss seinen Patienten anlügen, ein ethisches Dilemma für jeden Mediziner. Forscher in Harvard wagten nun ein spannendes Experiment: Was passiert, wenn sie ihren Patienten sagen, dass sie nur ein Placebo erhalten? «Einstein» erklärt, warum die Resultate dieser US-Studie um die Welt gingen.

    Mehr zum Thema

  • Wie Worte den Placebo-Effekt auslösen

    Ist es tatsächlich möglich, allein mit Worten und Gesten den Placebo-Effekt zu nutzen? «Einstein» macht den Test und schickt seine Moderatoren zum Impfen. Und tatsächlich: Einige beruhigende Worte nur, und Kathrin Hönegger empfindet kaum Schmerzen beim Einstich der Spritze. Wenn Ärzte Schmerzen allein mit Worten verhindern können, schaffen sie es dann auch, Schmerzen mit Worten herbeizuführen?

Produzent: Mario Nottaris; Autorin: Ariane Meier