Der Rhein – wie gefährdet ist das Ökosystem?

Der Rhein ist einer der bedeutendsten Flüsse Europas. Um den Rhein zu nutzen, wurde der wilde Strom gebändigt. Heute dient er als Trinkwasserquelle, Energielieferant und Schifffahrtsroute. So konnten entlang seiner Ufer Autobahnen, Kraftwerke und Industrieanlagen entstehen.

«Einstein»-Moderator Tobias Müller begibt sich auf den Fluss und fährt mit dem Kanu vom Quellfluss in Graubünden bis nach Basel. Dabei geht er der Frage nach, wie stark die vielfältige Nutzung den Rhein belastet. Und welche Konzepte es gibt, um ihm ein Stück seiner Ursprünglichkeit zurückzugeben.

Beiträge

  • Die Plastikfischer vom Rhein

    Der Rhein gehört zu den am stärksten mit Mikroplastik belasteten Strömen der Welt. 191 Millionen Partikel fliessen pro Tag den Rhein hinunter, schätzen Basler Forscher, die zwischen Basel und Rotterdam das Wasser untersuchen. Jetzt wollen sie klären, wie das Plastik in den Fluss kommt – und wie sich die Milliarden von kleinsten Plastikteilchen auf Pflanzen und Tiere auswirken.

  • Wasserkraft bringt Fische in Not

    Seit 40 Jahren fischt Chris Wittmann im Alpenrhein. In dieser Zeit beobachtete und dokumentierte er, wie massiv der Fischbestand zurückgegangen ist. Als Grund nennt Wittmann die schwankenden Pegelstände durch Wasserkraftwerke. Je nach Strombedarf turbinieren sie mehr oder weniger Wasser. Dadurch schwankt der Wasserspiegel im Alpenrhein mehrmals pro Tag um über einen Meter. Chris Wittmann zeigt bei «Einstein» die dramatischen Folgen für die Fische.

  • Muschel-Invasion aus Asien

    Seit den 1980er-Jahren breitet sich die asiatische Körbchenmuschel vom Rhein aus explosionsartig in unseren Gewässern aus. Neueste Erhebungen im Bodensee zeigen nun, welche Dimension diese Invasion hat. Pro Quadratmeter Seeboden kommen bis zu 900 Muscheln vor, die pro Sekunde fast zwei Millionen Liter Wasser filtern und ihm dabei Nährstoffe entziehen. Sind die Invasoren also Schuld am Fischrückgang im Bodensee?

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  • Mikroverunreinigungen: Gefahr für unsere Wasserressourcen

    Gegen sie sind die Kläranlagen machtlos: Mikro-Verunreinigungen. Aus Abwässern von Industrie, Landwirtschaft, Haushalten und Krankenhäusern passieren sie unbehelligt die diversen Filter der Kläranlagen und beeinträchtigen zunehmend die Wasserqualität. Jetzt sollen Kläranlagen von besonders stark belasteten Gewässern mit milliardenteuren Investitionen aufgerüstet werden. «Einstein» besucht die erste Pilotanlage in Weil am Rhein.

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Produzent: Anatol Hug; Autoren: Thomas Gerber, Sebastian Günther, Anatol Hug, Sandra Odermatt, Jo Siegler