Die Schnee-Detektive: 80 Jahre Gespür für Schnee

Seit 80 Jahren studieren Wissenschaftler von Davos aus den Schnee. Doch je mehr sie über ihn lernen, sagen die Forscher selber, desto weniger scheinen sie über ihn zu wissen. So lässt sich auch heute noch immer nicht exakt vorhersagen, wann und wo genau eine Lawine zu Tal donnern wird. «Einstein» begleitet die Schnee-Detektive auf die Testfelder am Berg und in ihre Labors – und rekonstruiert dabei den Weg von der einzelnen Schneeflocke zur rasenden Lawine.

Beiträge

  • Schneeflocken aus dem Labor

    Im Kältelabor des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF züchten die Forscher ihren eigenen Schnee. So können sie ihn unabhängig von der Jahreszeit untersuchen. Ihr Kunstschnee hat nicht nur exakt die gleichen Eigenschaften wie Naturschnee, er sieht ihm auch ähnlich – jeder Eiskristall ist ein Unikat.

  • Was die Schneedecke verrät

    Graben, messen, Daten sammeln. Von Davos aus beurteilen Wissenschaftler die Lawinensituation im ganzen Land. Die wichtigsten Grundlagen für die Lawinenbulletins sind die Messungen mit speziellen Sonden und die regelmässige Beurteilung des Schneeprofils. Denn schon die kleinste Veränderung in der Schneedecke könnte ein Alarmzeichen sein.

  • Wann kommt die Lawine?

    Die Lawinengefahr ist auf der Stufe „erheblich“. Trotzdem fährt SLF-Forscher Alec van Herwjinen mit seinem Team in einen Steilhang mit Tiefschnee. Er erkundet mit verschiedenen Messgeräten, wann und wie eine Lawine entsteht. Kann schon ein einzelner Variantenfahrer ein grosses Schneebrett loslösen und damit eine verheerende Lawine ins Rollen bringen?

  • Wie weit donnert die Lawine ins Tal?

    SLF-Forscher Yves Bühler simuliert und analysiert Lawinen am Computer. So kann er das Gefahrenpotenzial an bestimmten Orten ermitteln, und es können Schutzmassnahmen geplant werden. Mit einer Drohne vermisst Bühler die Schneedecke eines Steilhanges vor und nach Lawinenniedergängen. Je mehr Daten er sammelt, desto besser wird sein Programm.

  • Das Lawinen-Monster vom Vallée de la Sionne

    Auch mit Sprengungen erkunden die Schneeexperten die Naturgewalt. Dieses Jahr ist es dem SLF wieder gelungen, im Wallis eine riesige Staublawine zu sprengen. Die Forscher nutzen die Daten, um Lawinen noch besser zu verstehen: Wie bewegen sie sich? Welche Kräfte entwickeln sie? Und wie kann man etwa Siedlungen besser schützen? «Einstein» war im grössten Schneelabor der Welt mit dabei.