«Einstein» vom 8.11.2012

«Einstein»-Spezial

Pro Sekunde verschwindet in der Schweiz ein Quadratmeter Kulturland. Die Bevölkerung wächst und der Platzbedarf für Wohnen und Verkehr steigt stetig. Wie können wir Dörfer und Städte planen, ohne dass Lebensqualität und Landschaft Schaden nehmen? «Einstein» zeigt Rezepte und Visionen.

Beiträge

  • Raumplanung in der Schweiz

    Jede Sekunde geht in der Schweiz ein Quadratmeter Kulturland verloren. Die Schweiz wird zugebaut, obwohl Fachleute seit über 50 Jahren vor den negativen Folgen der Zersiedlung warnen. «Einstein» erklärt, warum sich in unserem Land eine vernünftige Raumplanung bis heute nicht durchsetzen liess und wer davon profitiert.

  • Hausbesuche in ungewöhnlichen Wohnungen

    Hausbesuche in ungewöhnlichen Wohnungen

    Am Rande der Altstadt steht das kleinste Haus von Winterthur: ein Einfamilienhaus auf einem Grundstück von nur 33 Quadratmetern. Winzig wohnt es sich auch in Barcelona: Auf einer Wohnfläche von 24 Quadratmetern gibt es eine Lounge, eine Wohnküche und ein Schlafzimmer, dazu eine Toilette und eine Dusche. Das Gegenteil findet man in Windisch: Dort lebt eine Paar auf rund 400 Quadratmetern – 8 Mal soviel wie der durchschnittliche Bedarf einer Person in der Schweiz.

  • Mehrfamilienhäuser mit Eigenheim-Charme

    Privatsphäre, ein eigener Garten, Unabhängigkeit: Der Traum vom Einfamilienhaus ist weit verbreitet. Aber er lässt sich nicht immer verwirklichen, weil er viel Geld und viel Land benötigt. An der Hochschule Luzern hat man Wege gesucht, die Vorzüge von Einfamilien- auf Mehrfamilienhäuser zu übertragen.

  • Ein Werkzeugkasten für Quartierplaner

    Verdichtung ist zwingend notwendig. Aber traditionelle Bauvorschriften reichen nicht mehr, sagt man beim Raumplanungsbüro Metron: Es brauche neue Werkzeuge. Die Stadtplaner nennen sie zum Beispiel Potenziallupe, Renditeschieber oder Dichtezwinge und packen sie in die so genannte Dichtebox. Sie hilft, Quartierstrukturen so zu entwickeln und zu verdichten, dass alle einen Qualitätsgewinn haben.

  • Hochhausboom in der Schweiz

    Vor allem in den Zentren des Landes boomt der Bau von Hochhäusern – auch weil es heute wieder als chic gilt, ganz oben über der Stadt zu leben. Hochhäuser wären das ideale Mittel zu einer Verdichtung, doch dass die geplanten Projekte einen Beitrag dazu leisten, ist ein Irrtum.

  • Die vertikale Stadt

    Unverbaute Sicht auf die Landschaft – die Architekten Gramazio und Kohler haben diese Utopie gemeinsam mit der ETH Zürich zu Ende gedacht. Sie betreiben Verdichtung pur und planen die vertikale Stadt der Zukunft: 30'000 Menschen in einem 600 Meter hohen Turm. Dieser Wohn- und Arbeitsturm braucht bis zu 1000mal weniger Platz als eine herkömmliche Stadt und bietet seinen Bewohnern eine atemberaubende Aussicht.

  • Verdichtung in Bildern

    Die Gemeinden im Zürcher Limmattal wachsen extrem schnell: Schlieren hat heute 30 Prozent mehr Einwohner als vor 7 Jahren. Solche Veränderungen passieren häufig, ohne dass wir sie richtig wahrnehmen. In Schlieren werden sie mit einem Fotografie-Projekt genau festgehalten. Die Langzeitbeobachtung gibt spannende Einblicke in die Stadtentwicklung.