«Einstein» vom 16.4.2015

«Einstein»-Spezial

Das Pferd ist heute ein Freizeittrend, den sich immer mehr Leute leisten können. «Einstein» zeigt in einer Spezialsendung aus dem Schweizer Nationalgestüt, was das Leben in der Box für Pferde bedeutet, warum Mädchen Pferde lieben und weshalb vielen beim Gedanken an Rossfleisch der Appetit vergeht.

Beiträge

  • Galoppierende Liebe

    Auf den Ponyhöfen wimmelt es von pferdevernarrten Mädchen. 80 Prozent der lizenzierten Reiter in der Schweiz sind Frauen, in der Pferdepflege und der Tiermedizin sind es sogar 90 Prozent. Woher kommt die weibliche Pferdeleidenschaft? Ein Pferd sei eben gross, stark, schön und ein echter Freund heisst es oft. Und es ist, so der Evolutionspsychologe Harald Euler, das letzte Kuscheltier vor der Pubertät, das Übergangsobjekt zwischen Puppe und Partner.

  • Das Schweizer Nationalgestüt im Wandel der Zeit

    Während Jahrhunderten war das Pferd für die Armee unersetzlich. Darum gründete die Schweiz 1899 das Eidgenössische Fohlen- und Hengstdepot in Avenches. Ziel war die Zucht von Nutztieren für Armee und Acker. Doch in der Landwirtschaft war schon bald der Traktor Trumpf und als die Schweiz als letztes Land der Welt 1972 die Kavallerie abschaffte, musste sich das Nationalgestüt neu erfinden.

  • Leben in der Box

    10 bis 20 Prozent aller Pferde, die nicht artgerecht gehalten werden, entwickeln Verhaltensstörungen. Die Pferde schwingen den Kopf hin und her, schlucken Luft oder laufen wie der Löwe im Zoo ihre Runden. Forscher empfehlen nun, das Pferd auf keinen Fall daran zu hindern. Denn das Verhalten helfe dem Pferd, Stress abzubauen.

  • Einschläfern oder schlachten?

    Vor dieser schwierigen Frage steht jeder Besitzer, wenn es mit dem geliebten Ross dem Ende zugeht. Nach dem Einschläfern wird das Pferd zu Tiermehl und Biodiesel. Nach dem Schlachten landet es auf dem Tisch, was vielen Pferdebesitzern lieber ist. «Einstein» hat ein Pferd und seinen Besitzer auf dem Gang zum Metzger begleitet.