«Einstein» und die Macht der Vorurteile

Schubladendenken ist dem Menschen angeboren. Es hilft uns schnell zu entscheiden und Situationen intuitiv einzuschätzen.

Doch Schubladendenken und Vorurteile führen schnell zu Diskriminierung. «Einstein» zeigt in einem sozialen Experiment, wie schnell wir bereit sind, Menschen wegen zufälliger Äusserlichkeiten abzuwerten und zu diskriminieren. Und Moderator Tobias Müller erlebt am eigenen Leib, welche Emotionen ständige Diskriminierung auslöst.

Beiträge

  • Warum wir Vorurteile brauchen

    Täglich prasseln unzählige Reize und Informationen auf uns ein. Im Unterbewusstsein sortieren und kategorisieren wir die Reizflut – und die Signale, die jeder Mensch automatisch aussendet. Wir urteilen also aufgrund von Vorurteilen. Auch wenn wir damit häufig falsch liegen, ohne Vorurteile wären wir nicht in der Lage, die Fülle von Sinneseindrücken zu verarbeiten.

  • Alle Menschen sind (fast) gleich

    Gibt es eine wissenschaftliche Grundlage, um uns Menschen in Rassen einzuteilen? «Einstein» dringt tief in unser Inneres vor: zu den Genen. Mehr als 99 Prozent der Gene aller Menschen sind gleich. Grund dafür ist die junge und turbulente Geschichte unserer Spezies. Anhand von DNA-Analysen haben Forscher herausgefunden, dass alle Männer und Frauen auf dieser Welt von einem Urvater und einer Urmutter abstammen.

  • Wann Vorurteile gefährlich werden

    Vorurteile gründen auf negativen Einstellungen gegenüber Gruppen und ihren einzelnen Mitgliedern. Dies führt einerseits zu Fehlurteilen. Ausserdem können solche Vorurteile bei den Betroffenen auch Angst und Stress auslösen. Speziell in Prüfungssituationen wirkt sich diese Angst häufig leistungsmindernd aus. Vorurteile werden dann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung und verfälschen die Realität.

Artikel zum Thema

Mehr zum Thema

Produzent: Anatol Hug; Autoren: Stephan Hille, Mara Schwab