Wie viel ist eine Goldmedaille wert?

Olympisches Gold ist unbezahlbar, werden Idealisten sagen. Doch die Sportler laufen, fahren und springen längst nicht mehr nur für Ruhm und Ehre, sondern für die Vermarktung ihrer Erfolge. Gleichwohl: Medaillen haben ihren Preis, wenn es auch kein hoher ist.

Silber-, Gold- und Bronzemedaille der Olympischen Spiele Vancouver 2010. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Es ist nicht alles Gold was glänzt: Die Goldmedaillen bei olympischen Spielen bestehen vor allem aus Silber. Reuters

Spitzensportler versuchen natürlich, aus ihren Erfolgen bei olympischen Spielen Kapital zu schlagen. Aber ihre Medaillen werden sie wohl nicht verkaufen. Das würde sich finanziell auch kaum lohnen. Natürlich kommt es auf Machart und Grösse der Medaillen an – doch aus reinem Gold sind sie ohnehin nie. Das käme den Veranstalter teuer zu stehen.

Viel eher wird den Gewinnern eine vergoldete Silbermedaille umgehängt. Bei den Sommerspielen in London bestanden die Medaillen aus 92,5 Prozent Silber, 6 Prozent Kupfer und 1,5 Prozent Gold. Der reine Materialwert einer solchen Siegertrophäe wurde wurde auf etwa 800 Franken geschätzt.

Bei den letzten Winterspielen, 2010 in Vancouver, steckten 550 Gramm Silber in den Goldmedaillen. Die sechs Gramm Gold für den äusseren Glanz fallen da nicht ins Gewicht. Der Warenwert betrug also, je nach Kurs an der Edelmetallbörse, etwa 400 Franken.

In Sotschi wurden für sämtliche Medaillen der olympischen Spiele und der Paralympics – neben zwei Tonnen Silber und 700 Kilogramm Bronze – ganze drei Kilogramm Gold benötigt. Aber hergeben würden die Gewinner ihre Goldmedaille wahrscheinlich trotzdem für kein Geld ...