Wo gibt es die schlimmsten Umweltgifte?

Chemikalien, die in Flüsse fliessen, Quecksilber, das beim Goldabbau frei wird, Öl, das Felder verseucht: Tagtäglich sind Millionen Menschenleben durch Umweltgifte bedroht. Besonders betroffen sind laut dem neuen Umweltgiftreport Länder in Asien und Afrika.

An zehn Orten der Welt sind die Einflüsse von Umweltgiften besonders dramatisch. Sie liegen in acht Ländern: Argentinien, Bangladesch, Ghana, Indonesien, Nigeria, Russland, Sambia und Ukraine (siehe Bildergalerie).

Blei, Chrom, Quecksilber, Öl oder Pestizide sind nur einige der Umweltgifte, die hier tonnenweise in die Umwelt gelangen. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind laut dem Umweltgiftreport der Schweizer Organisation Green Cross etwa gleich hoch wie die von Aids, Tuberkulose und Malaria. Demnach entstehe weltweit jede fünfte Krebserkrankung durch Umweltgiften oder Verschmutzungen.

Am dramatischsten ist die Situation in den Entwicklungsländern. Fast ein Viertel aller Todesfälle und mehr als 80 Prozent aller Krankheiten sind dort dem Report zufolge auf Umwelteinflüsse zurückzuführen. Besonders betroffen sind Kinder. Doch die Umweltgifte haben nicht nur regionale Auswirkungen. Die Gifte gelangen in die Atmosphäre und so könnte dann verseuchtes Sushi auch bei uns auf dem Teller landen.