Gartenjahr 2016: Vom Wert der Insekten im Garten

Sie sind klein und unscheinbar. Wenn wir sie wahrnehmen, dann weil sie uns nerven. Dabei sind Insekten der eigentliche Motor der Natur. Sie sorgen für ein ökologisches Gleichgewicht, bestäuben unsere Pflanzen, machen den Boden fruchtbar, und sind wichtige Nahrungsgrundlage für Tier und Mensch. Zeit, den Insekten Tribut zu zollen.

«Einstein» porträtiert einen Hersteller von Insektiziden, der die kleinen Krabbler künftig schützen möchte, zeigt, wie man Insekten für den Eigenkonsum züchten kann und entdeckt die Schönheit von Insekten durch die Hand einer wissenschaftlichen Zeichnerin.

Beiträge

  • Kampfzone Kuhfladen

    Sie kämpfen, sie fressen einander, und sie spannen sich den Partner aus. Aber sie lieben und beschützen sich auch: Käfer, Fliegen und Wespen auf dem Kuhfladen. Für sie ist er die kleine Bühne für grosse Dramen. «Einstein» zeigt erstmals die Nahaufnahmen des Biologen Ralf Jochmann, der den Mikrokosmos Kuhfladen untersucht hat und uns mit seinen Bildern die Schönheit der Kampfzone Kuhfladen offenbart.

  • Der Herr mit den Fliegen

    Der Unternehmer Hans-Dietrich Reckhaus verdient sein Geld mit der Herstellung von Ameisenfallen, Insektensprays und Mottenpapier. Jetzt hat er seine Liebe für Ungeziefer entdeckt und ein Label für den Schutz von Insekten geschaffen. Er will mit Ausgleichsflächen für Insekten seine Insektizide kompensieren. Was ist davon zu halten: geschickte PR oder zukunftsträchtiges Geschäftsmodell? «Einstein» fühlt Reckhaus auf den Zahn.

  • Selbst gezüchtete Maden auf dem Teller

    Reichlich Nährstoffe und gut für die Umwelt: Insekten werden als Geheimtipp gehandelt, wenn es darum geht, den Fleischhunger der Welt zu stillen. Bis heute ist es in der Schweiz aber verboten, essbare Insekten in Läden zu verkaufen. Interessierte können sich jetzt selber helfen. Neu gibt es Kurse, die zeigen, wie man mit einfachsten Mitteln Insekten für den Eigenkonsum züchtet. Auch Moderator Tobias Müller übt sich als Insektenzüchter.

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  • Die Schönheit der Deformation

    Cornelia Hesse Honegger zeigt mit ihren detaillierten Insekten–Zeichnungen, wie nahe Schönheit und Schrecken beieinanderliegen. Seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zeichnet sie schrecklich schöne Insekten mit deformierten Beinen, Fühlern und Flügeln. Ihre akribisch genauen Bilder dokumentieren, dass wir irreparable Schäden in der Natur hinterlassen. Ein Porträt über eine Frau, die sich mit Pinsel und Binokular für das Wohlergehen der kleinen Blattwanze einsetzt.

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Produzentinnen: Catrin Hofstetter, Martina Mieth; Autor: Thomas Kobel