Geht es auch ohne Stromanschluss?

Internet, Haare föhnen, fernsehen, staubsaugen, duschen, kochen, Kaffee trinken. All das braucht vor allem eines: Strom.

Wir sind Abhängige, vergessen das aber immer wieder – weil der Strom einfach aus der Steckdose kommt. Doch was, wenn der Strom plötzlich zur Mangelware wird oder ganz weg ist? Sind wir bereits heute in der Lage energieautark zu leben, ganz ohne Stromanschluss? Dieser Frage geht «Einstein» nach - und gewinnt erstaunliche Erkenntnisse.

Beiträge

  • Ein Haus als Kraftwerk

    Das weltweit erste energieautarke Mehrfamilienhaus steht in Brütten bei Winterthur. Es besitzt weder einen Stromanschluss noch eine Gasleitung. Das Haus ist ein kleines Kraftwerk, das ausschliesslich durch Solarenergie betrieben wird. Das hat Konsequenzen für die Mieter: Sie wohnen umso günstiger, je weniger Energie sie verbrauchen. Einstein will wissen, ob die Bewohner in diesem Haus auch im Winter komfortabel leben.

    Mehr zum Thema

  • Ein Dorf wagt den Alleingang

    Feldheim ist ein 130-Seelen-Ort am Rand von Brandenburg und steht dennoch im Mittelpunkt des Interesses: Denn Feldheim ist der erste energieautarke Ort in Deutschland. Mehr als 3000 Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr dorthin und schauen sich an, wie sich das Dorf selbst mit Strom und Wärme versorgt, unabhängig vom grossen Netz. Die Idee ist einfach und sie liegt im Trend: Überlandleitungen sind nicht nötig, wenn die Energie dort verbraucht wird, wo sie erzeugt wird: Im Windpark rund um Feldheim oder in der Biogasanlage direkt im Dorf.

  • Minikraftwerke statt Wegwerf-Batterien

    Alleine in der Schweiz werden jährlich 120 Millionen Wegwerf-Batterien verbraucht. Nun haben Forscher des Deutschen Fraunhofer-Instituts gezeigt, dass Minikraftwerke die ökologisch bedenklichen Wegwerfbatterien ersetzen können. Ihr Sicherheitssystem für Tunnels produziert den benötigten Strom aus den Temperaturunterschieden im Tunnel selber. Und kann dabei gar Explosionen überstehen, das haben Forscher mit einem spektakulären Spreng-Experiment bewiesen.

  • Kicker machen Kilowatt

    Mitten in einem Armenviertel in Rio de Janeiro produzieren Fussballspieler ihren eigenen Strom - und zwar, indem sie kicken. Dort steht der weltweit erste Fussballplatz, dessen Flutlichter leuchten, weil die Spieler sich auf ihm bewegen. Unter dem Grün sind rund 200 Kinetik-Platten verbaut, die Strom erzeugen, wenn Füsse darauf drücken. Eine Erfolgsgeschichte: Stromunterbrüche, die früher Spiele behinderten, gehören heute der Vergangenheit an.

Produzentin: Martina Mieth; Autoren: Sebastian Günther, Simon Joller