Grossbaustellen und Milliardenprojekte

Milliardenschwere Bauprojekte weltweit faszinieren die Menschen. Doch wie kann so ein Riesenbauprojekt geplant und umgesetzt werden? Wie behält mein bei solchen Giganten den Überblick?

Auch in der Schweiz gibt es architektonischen Vorzeige-Objekte. Eines, das sich erst auf den zweiten Blick aus Megabaustelle entpuppt ist der Berner Bahnhof. Für mehr als eine Milliarde Franken wird da tief in der Erde gebaut. Ein neuer Regionalbahnhof, neue Passagen und Unterführungen entstehen. «Einstein» geht mit, forscht am Milliardenbau und öffnet geheime Baustellenpforten.

Beiträge

  • Sandra Akmansoy, Herrin der Superprojekte

    Die Bauingenieurin Sandra Akmansoy kann ein Lied singen von gigantischen Bauprojekten. Sie arbeitet schon seit Jahren für die renommierte Baufirma Arup und leitet heute deren dänisches Büro. Arup hat so berühmte Gebäude realisiert wie das Opernhaus in Sydney und das Vogelnest-Stadion in Peking. In Dänemark plant Sandra Akmansoy derzeit einen 18 Kilometer langen Tunnel für Zug und Auto, der unter dem Meer hindurch nach Deutschland führen soll. Wie managt die Fachfrau ein solches Projekt? Was ist besonders schwierig an ihrer Arbeit, was besonders toll? Ein Porträt.

  • Vision Berner Bahnhof

    Wer mit dem Pendlerstrom durch den Berner Bahnhof treibt, merkt nicht, dass hier Milliarden verbaut werden. Gebohrt und gebaggert wird tief in der Erde. In 25 Metern Tiefe entsteht ein neuer Regionalbahnhof. Ebenfalls unterirdisch baut man eine neue Fussgängerzone mit ausgiebiger Ladenpassage. Gezählt sind auch die Tage, an welchen sich die Einfahrt in den Bahnhof Bern wie jene in eine betonierte U-Bahnstation anfühlt. Es werde Licht, so das Motto. Der Bahnhof wird geöffnet. Mit freiem Blick auf die Stadt. Klappt alles nach Plan, ist das Werk in zehn Jahren vollendet.

  • «Pleiten, Pech und Pannen»

    Nicht jedes Grossprojekt wird auch zu einem Grosserfolg. Es kann immer etwas schiefgehen. Beispiel: Der Berliner Grossflughafen, ein Mahnmal des Scheiterns und eine der teuersten Dauerbaustellen Deutschlands. «Eine Grossbaustelle birgt immer Risiken.» Das sagt Heinz Ehrbar, und er muss es wissen. Er hat den Rohbau des Gotthard-Basistunnels vom Spatenstich bis zur Vollendung geleitet. An der ETH bringt Ehrbar seinen Studenten und Studentinnen das ABC des Erfolgs für grosse Bauten bei.

  • Bahnhof der Zukunft

    Störfaktor Zukunft: Was passiert, wenn die Zukunft den Bau des Berner Bahnhofs einholt? E-Bike-Ladestationen, Drop-Off Zonen für eigenständig fahrende Autos, Drohnenparkplätze und sogar Flugtaxis könnten in absehbarer Zeit zum Standard der Mobilität werden. Per Trendradar versuchen die Projektleiter, Ingenieure und Planer immer Up-to-Date zu sein, damit sie flexibel während der jahrelangen Bauzeit reagieren können. Denn wenn die Städte sich zu Smart Cities entwickeln, darf der Knotenpunkt «Bahnhof» dabei nicht fehlen.

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Produzent: Christian Seewald; AutorInnen: Karin Frei, Stephan Hille, Hanna Wick