«Einstein» vom 25.6.2015

Beiträge

  • Cannabis als Medizin

    Bis 1951 war Cannabis in der Schweiz als Medizin gang und gäbe. Einzelne Apotheken verkauften Hanf noch bis in die 1970er-Jahre. Dann wurde dem ein Riegel geschoben. Heute darf Cannabis als Medizin zwar wieder abgegeben werden, doch die Hürden dafür sind sehr hoch. In Kalifornien dagegen arbeiten Ärzte immer häufiger mit Cannabis: Es kommt bei Krebspatienten und Epileptikern zum Einsatz. Die Forschung kommt dabei zu erstaunlichen Ergebnissen.

  • Hanf: Die verpasste Chance

    Einst wurden in der Schweiz Seile und Stoffe daraus gemacht. Doch Billigkonkurrenz durch Baumwolle, Streichung staatlicher Subventionen und die Kriminalisierung als Droge gaben der Pflanze den Rest. Heute wird Hanf in Mitteleuropa kaum mehr angebaut, Erntemaschinen und Verarbeitungstechnologie fehlen. Dabei ist Hanf eine heimische, widerstandsfähige Nutzpflanze, die praktisch überall wächst – mit wenig Wasser und ganz ohne Dünger.

  • Speichertechnologie 2.0: Rechner für die Zukunft

    Alle zwei Jahre verdoppelt sich die Leistung von Computern, sagten Experten in den 1960er-Jahren voraus. Das stimmte – bis jetzt. Heutige Schaltungen und Transistoren sind bereits so klein, dass Probleme mit Physik und Chemie auftreten. Darum ist seit einigen Jahren das Rennen um neue Speichertechnologie im vollen Gang. «Einstein» zeigt die Forschung für die IT der Zukunft, bei deren Entwicklung auch die Schweiz mit vorne dabei ist.

  • Bienensterben: Pestizide rücken in den Fokus

    Neonicotinoide werden in der Landwirtschaft grossflächig präventiv eingesetzt. Neueste Studien zeigen jetzt: Die ökologischen Auswirkungen dieser Pestizide auf Bienen und andere Bestäuber sind viel gravierender als bisher angenommen. Schon kleinste Mengen können die Bienen nachhaltig schädigen. Und ähnlich wie Nikotin den Menschen, machen Neonicotinoide die Insekten süchtig: Sie steuern die behandelten Pflanzen gezielt an und könnten deshalb weit mehr Schadstoffe aufnehmen als bisher angenommen.

  • Wildbienen: Unerlässliche Helfer für die Bauern

    Allein in der Schweiz leben etwa 600 Wildbienen-Arten. Gegenüber ihren gezüchteten und in Völkern lebenden Honigbienen haben sie für Obstbauern Vorteile: Sie sind wesentlich effizienter in beim Bestäuben, und vor allem fliegen sie früher und bei tieferen Temperaturen als ihre gezüchteten Artgenossen – also schon dann, wenn Frühblüher wie zum Beispiel Kirschen bestäubt werden müssen.