Projekt Icarus - Tiere warnen vor Katastrophen

Wie verändert sich unser Planet? Wo droht die nächste Naturkatastrophe? Wie breiten sich Epidemien über die ganze Welt aus? Der Forscher Martin Wikelski ist überzeugt, dass die Wanderbewegungen der Tiere Aufschluss darüber geben können.

Dazu stattet er abertausende von Tieren mit ultraleichten Funksendern aus und beobachtet ihre Wanderbewegungen. Es ist schon jetzt ein Jahrhundertprojekt, an dem rund um den Globus ein Netzwerk von Forschern beteiligt ist. «Einstein» trifft den Wissenschaftspionier und zeigt seine revolutionäre Forschung.

Beiträge

  • Ziegen warnen vor Vulkanausbrücken

    Geowissenschaftler tun sich mit der Vorhersage zu Vulkanausbrüchen oder Erdbeben immer noch schwer. Verlässliche Vorhersagen sind trotz intensiver Forschung noch immer nicht möglich. Das könnte sich dank Icarus ändern. Denn die Forscher um Martin Wikelski haben festgestellt, dass Ziegen vor einem Vulkanausbruch ihr Verhalten ändern. Jetzt wollen sie den sechsten Sinn der Ziegen nutzen für ein tierisches Frühwarnsystem.

  • Störche geben Hinweise zu Schädlingsplagen

    Noch immer sind die jährlichen Storchenwanderungen nicht restlos erforscht. Wie navigieren die Vögel? Schliessen sie sich anderen Störchen an oder ist es ein genetisch festgelegtes Navigationsprogramm? Icarus will diese Fragen erstmals umfassend klären. Die Ergebnisse sollen einerseits dem Artenschutz helfen. Andererseits können dank der grossflächigen Beobachtung der Storchenzüge auch Schädlingsplagen wirksamer bekämpft werden.

  • Mittels Flughunden Ebola-Herde aufspüren

    Flughunde ziehen in riesigen Schwärmen über ganz Afrika. Dabei kommen sie manchmal mit dem Ebola-Erreger in Kontakt. Sie erkranken zwar nicht an den Virus, aber tragen fortan Antikörper in sich. Wenn es zu einer Ebola-Epidemie kommt, könnte man anhand der Wanderbewegung der Flughunde herausfinden, wo der Erreger herstammt und so bisher unentdeckte Ebola-Herde aufspüren und die Krankheit eindämmen.

Redaktion: Anatol Hug, Peter Höllrigl