Superpflanzen: Gen-Revolution in der Landwirtschaft

Der Kampf gegen Klimawandel, Dürren und Schädlinge auf dem Acker läuft. Doch wie soll der Mensch die Nahrungspflanzen der Zukunft erschaffen? Mit klassischer Zucht oder Gentechnik? Forscher schwärmen von der neuen, effizienten Genschere «Crispr». Sie könnte die Pflanzenzucht revolutionieren.

Beiträge

  • Teresa Koller, Pflanzendoktorin

    Teresa Koller von der Universität Zürich hat Weizen gentechnisch verändert. Nun ist er resistent gegen Mehltau, eine Pilzkrankheit und muss darum nicht gespritzt werden. Gentechnik und Umweltschutz gehen für die junge Forscherin Hand in Hand. Doch viele Menschen lehnen die Gentechnik ab, teils gibt es heftige Proteste. Wie lebt es sich in diesem Spannungsfeld?

  • Gentechnik in der Schweiz

    Sind Gentech-Produkte schon bald die Basis der Lebensmittel in der Schweiz? Nein, denn grundsätzlich gilt: Der landwirtschaftliche Anbau von genveränderten Organismen ist in der Schweiz verboten. Dies besagt das Gentech-Moratorium, das bis 2021 läuft. Einzig zur Forschung darf Gentechnik in der Landwirtschaft genutzt werden. Die Pflanzen gelangen aber nicht in den Nahrungskreislauf.

  • Crispr – die neue Wunderwaffe

    Von Forschern angepriesen, von Umweltschützern verteufelt: Mit der Genschere Crispr können Forscher viel schneller neue Pflanzensorten erzeugen. Denn die Technik ist präziser und effizienter als herkömmliche Gentechnik. Die USA und China setzen grosse Hoffnungen auf das neue Werkzeug, in Forschung und Industrie. Europa hingegen hat Crispr strengsten Richtlinien unterstellt.

  • Die Stimme der Bauern

    Würden Sie ein Brot essen, das aus gentechnisch verändertem Weizen gebacken ist? Tobias Müller befragt Menschen auf dem Berner Markt nach ihrer Meinung. Hier trifft der «Einstein»-Moderator auch auf Sonja Basler vom landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg. Sie erklärt, was die Schweizer Haltung zu Gentechnik oder klassische Zucht für die heimischen Bauern bedeutet.

  • Ein Weizen, der Dürre verträgt

    Auch mit klassischer Zucht kann man viel erreichen. In einem gross angelegten Experiment sucht die ETH Zürich nach einem Weizen, der besser mit Trockenheit klarkommt. Mehr als 300 Sorten haben die Forscher angebaut, an verschiedenen Standorten in der Schweiz. Nun analysieren sie das Erbgut der verschiedenen Weizenpflanzen – greifen aber nicht ins Genom ein.

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Produzent: Christian Seewald; Autorin: Hanna Wick