Actionfilm mit Aktenkoffer

Auf dem Plakat von «The Cold Light of Day» ist Bruce Willis gross abgebildet, was nicht weiter verwundert. Der Actionstar ist nach wie vor ein Kassenmagnet. Doch seine Fans werden keine Freude daran haben, wenn Bruce Willis nach etwa einer Viertelstunde von der Kinoleinwand verschwindet.

Der Sohn eines toten CIA-Agenten zu sein, macht Will (Henry Cavill) keinen Spass.
Bildlegende: Der Sohn eines toten CIA-Agenten zu sein, macht Will (Henry Cavill) keinen Spass. Ascot Elite

Bruce Willis spielt den CIA-Agenten Martin Shaw, aber nur kurz, denn er wird vor den Augen seines Sohnes Will (Henry Cavill) aus dem Hinterhalt erschossen. Will hat erst kurz zuvor erfahren, dass sein Papa ein Spion ist.

Nun muss der junge Mann ganz allein versuchen, seine entführte Familie - Mutter, Bruder und dessen Partnerin - zu retten. Dazu braucht er den Aktenkoffer, den Martin Shaws Chefin (Sigourney Weaver) angeblich «ganz nach oben» weitergeleitet hat.

Was sucht Bruce Willis in diesem Film?

Auch der israelische Geheimdienst ist hinter dem Aktenkoffer her. Warum, erfährt man nie. Ist ja auch egal, Hauptsache es gibt Verfolgungsjagden durch die Strassen und über die Dächer von Madrid. Das kommt immer an, hat sich Regisseur Mabrouk El Mechri wohl gedacht.

Wer? Keine Ahnung, aber irgendwie hat es der französische Regisseur nach Hollywood geschafft. Und «The Cold Light of Day» ist nun das Resultat: Ein Thriller, der genauso bescheuert ist wie sein Titel. Ach, Herr Willis und Frau Weaver, was habt ihr bloss in so einem Film zu suchen?

Autor/in: Reto Baer