«Baymax - Riesiges Robowabohu»

Mit «Eiskönigin - Völlig unverfroren» schufen die Walt Disney Animation Studios den erfolgreichsten Trickfilm aller Zeiten. Jetzt legen sie mit «Baymax - Riesiges Robowabohu» nicht nur sehr gut nach, sondern zielen noch mehr auf den asiatischen Markt als bisher.

Das Gesicht des weissen Roboters Baymax wurde einer Suzu, einer japanischen Tempelglocke, nachempfunden.
Bildlegende: Das Gesicht des weissen Roboters Baymax wurde einer Suzu, einer japanischen Tempelglocke, nachempfunden. Walt Disney

Wenn der Handlungsort San Fransokio heisst und die titelgebende Hauptfigur ein Roboter ist, dann muss man kein Hellseher sein, um zu verstehen, dass Disney den immer wichtiger werdenden asiatischen Kinomarkt im Visier hat.

Kampfroboter sind in japanischen Comics, den sogenannten Manga, schon seit Jahren sehr beliebt. Aber wie schafft man es, einen Kampfroboter-Animationsfilm für die ganze Familie zu schaffen, der nicht allzu martialisch daherkommt?

Aufblasbarer Roboter
Ganz einfach, sagten sich die einfallsreichen Trickfilmer von Disney: indem der Roboter süss ist. Tatsächlich ist der weisse Baymax ein aufblasbarer Erste-Hilfe-Roboter, der ein bisschen ungeschickt ist und aussieht wie ein futuristisches, aber knuddeliges Michelin-Männchen.

Entworfen wurde er von Hiros tödlich verunfalltem Bruder. Und Hiro pimpt den tollpatschigen Baymax nun, indem er ihm einen Kampfanzug mit allen technischen Schikanen baut. Mit Baymax und Freunden stellt Hiro dann die Superhelden-Truppe «Big Hero 6» zusammen, so lautet auch der amerikanische Originaltitel des Films.

Das Beste aus West und Ost
Gemeinsam versuchen die Freunde dann nicht nur zu beweisen, dass Hiros Bruder umgebracht wurde, sondern auch den Mörder zu fassen. So vereint Disney also «the best of both worlds», Kampfroboter aus Manga und Superhelden aus US-Comics. Tatsächlich basiert der Film auf einem unbekannten Marvel-Comic.

Zum Glück ist das nicht nur ein markttechnischer Schachzug, sondern vor allem auch ein richtig guter Animationsfilm. Es gibt viel zu lachen und noch mehr zu sehen. Die 3D-Bilder sind atemberaubend. Kinostart: 22. Januar 2015.

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Autor/in: Reto Baer