Die Liebe ist eine Kunst

Die Liebe ist die schönste Sache auf der Welt. Doch die Liebe hat mehrere Facetten, positive wie auch negative. Der Film "L'art d'aimer - Die Kunst zu lieben" zeigt auf eine humorvolle Art und Weise, dass zu lieben eine Kunst ist.

Schauplatz: Ein Bett in Paris. Ein Mann und eine Frau...
Bildlegende: Schauplatz: Ein Bett in Paris. Ein Mann und eine Frau...

Achille ist ein charmanter Junggeselle, der stets auf der Suche nach einer neuen Verabredung ist, dies verläuft meistens nicht wirklich erfolgreich. Als eines Abends plötzlich die neue Nachbarin im Nachthemd vor seiner Tür steht, ist es um Achille geschehen. Doch es scheint als könnte Achille der Dame es nie recht machen. Im ersten Moment möchte sie im Sturm erobert werden, dann geht es ihr aber plötzlich doch zu schnell. Achille ist am Verzweifeln.

Der französische Regisseur Emmanuel Mouret erzählt in seinem Film sechs Geschichten über die Liebe. Das Interessante dabei ist, dass alle Figuren mit ihrer Liebes-Situation nicht glücklich scheinen, und im Film ihr Glück erst finden müssen. Dabei bleibt der Film realistisch: Nicht alle sind erfolgreich bei der Suche nach der Liebe.


Spielerischer Episoden-Film
Spielerisch verknüpft Emmanuel Mouret seine Geschichten so, dass Figuren aus unterschiedlichen Episoden sich plötzlich über den Weg laufen, miteinander sprechen oder sogar flirten. Das ist witzig und vor allem gekonnt in Szene gesetzt.

Im Schauspieler-Ensemble vereinigt ist das Who-is-Who der französischen Schauspielszene. Allen voran François Cluzet als Achille, der mit dem Mega-Erfolg "Intouchables", weltweit die Herzen des Kinopublikums eroberte. Alle Schauspieler überzeugen in ihren jeweiligen Rollen, und lassen die Figuren und deren Neurosen auf der Leinwand so richtig aufleben.

Unterhaltsam und Komplex

Die Inszenierung des Filmes erinnert sehr stark an Woody Allen, besonders zu dessen Film "You Will Meet a Tall Dark Stranger" sieht man viele Parallelen. Auch die tollen Dialoge könnten teilweise wirklich direkt von Allen kommen. Emmanuel Mouret kopiert hier aber nicht einfach billig beim Altmeister. Er findet trotz grossen Ähnlichkeiten eine eigene Handschrift mit sehr viel französischem Humor.

"L'art d'aimer - Die Kunst zu lieben" ist eine unterhaltsame aber auch komplexe französische Komödie. Die episodenhafte Erzählweise und die tollen Schauspielern heben den Film deutlich aus der Masse hervor. Die Liebe als Filmthema wurde schon tausend Mal durchgekaut, doch Regisseur Emmanuel Mouret findet einen neuen und frischen Zugang und das macht sehr viel Spass.


4 von 6 Filmbären

Autor/in: Jérôme Brunner