«Edge of Tomorrow» - Tom Cruise in der Zeitschlaufe

Nur ein Jahr nach dem stylishen Sciencefiction-Film «Oblivion» schlägt sich Tom Cruise in «Edge of Tomorrow» schon wieder mit Aliens rum - und landet in der Zeitschlaufe.

Mit jeder Auferstehung lernt Major Crane (Tom Cruise) besser mit seiner Ausrüstung umzugehen.
Bildlegende: Mit jeder Auferstehung lernt Major Crane (Tom Cruise) besser mit seiner Ausrüstung umzugehen. Warner Bros.

Einmal sieht man auf einem TV-Bildschirm Hillary Clinton, die Handlung kann also nicht allzu weit in der Zukunft liegen. Einmal mehr wird die Erde von Aliens bedroht. Aber einzelne PR-Leute haben überlebt, so auch der Pressesprecher der US Army, Major Crane (Tom Cruise). Er hat überlebt, weil er ein Bürogummi ist.

Deshalb wirkt seine Panik verständlich, als er plötzlich von England aus an die Front geflogen wird. Dort wird er schon nach wenigen Minuten von einem blau glühenden Alien getötet. Dann erwacht er wieder in der Kaserne und so weiter.

Und täglich grüsst der Alien
Über das Blut des Aliens hat Crane die Fähigkeit erhalten, in der Zeit zurückzureisen und immer wieder denselben Tag zu erleben. Tom Cruise ergeht es also wie Bill Murray in «Und täglich grüsst das Murmeltier» (1993) oder Franka Potente in «Lola rennt» (1998).

Die Zeitschlaufe entpuppt sich auch in «Edge of Tomorrow» als ergiebiges Filmmotiv. Major Crane hat fast etwas von einem Gamer, der nach jedem Scheitern neu anfängt und beim nächsten Mal etwas weiter kommt, Level für Level, weil er ja stets dazulernt.

Crane versucht die Aliens also mit ihrer eigenen Waffe zu schlagen, denn er erfährt von der Elitesoldatin Rita Vrataski (Emily Blunt), dass die Aliens unschlagbar seien, weil sie die Zeit beherrschen und daher die Aktionen der Menschen voraussehen können.

Gutes Effekte-Kino
Die Spezialeffekte sind top, die Spannung bleibt meistens hoch, sogar etwas Humor gibt es, aber auf das 3D könnte man verzichten. Da bleibt «Avatar» unerreicht. Apropos «Avatar»: Da ging es um die Verbundenheit und Vernetzung der Aliens auf positive Weise, in «Edge of Tomorrow» nun auf negative.

Denn die Aliens werden von einer «Königin» per Gedanken gesteuert und werden dadurch zur perfekten Waffe. Der «Alles ist eins»-Gedanke wird quasi militärisch missbraucht. «Edge of Tomorrow» ist gutes Popcorn-Kino. 4 von 6 Filmbären.

Trailer E / Trailer D

Autor/in: Reto Baer