Ein Comic auf Grossleinwand: Titeuf als Filmstar

Zep alias Philippe Chappuis ist der einzige Schweizer, der mit seinen Comics zum Multimillionär wurde. Jetzt hat er seine Serie «Titeuf» selber verfilmt. Das Resultat: einer der besten Animationsfilme der jüngeren Zeit.

Titeuf übt mit einer Socke das richtige Küssen.
Bildlegende: Titeuf übt mit einer Socke das richtige Küssen. JMH

Warum ist es ein Vorteil, wenn der Junge grösser ist als das Mädchen? Weil beim Küssen sein Speichel dann in den Mund des Mädchens läuft und nicht umgekehrt. Solche und andere weltbewegende Fragen treiben den Lausebengel Titeuf und seine Schulkameraden um.

«Titeuf» ist auch als Filmfigur total witzig. Und da Zeichner Zep selber das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, atmet der Film tatsächlich den Geist der grandiosen Comicserie, die schon in 29 Sprachen übersetzt wurde.

Der Problemlöser

Im Film sieht sich Titeuf mit zwei grossen Problemen konfrontiert: Zum einen zieht sein Mami mit seiner kleinen Schwester Zizie zwischenzeitlich zur Oma, zum andern hat ihn die hübsche Nadia nicht zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen.

Letzteres findet der Knirps weitaus schlimmer als die drohende Trennung seiner Eltern, weil er Nadia unbedingt erobern und küssen möchte. Aber Titeuf hat eine Idee: Er könnte doch seinen Papi mit Nadias Mutter verkuppeln.

Mit Witz, Charme und Haartolle

Die Dialektversion, die am 5. April in unsere Kinos kommt, ist weitgehend gelungen. Auch die extra eingespielten Songs von Gölä und Florian Ast passen gut zur Story. Ganz besonders schön sind die stimmungsvollen Hintergrundzeichnungen.

«Titeuf» ist einer der besten handgezeichneten Trickfilme, den man in den letzten Jahren sehen konnte. Der Humor und der Charme der Comicserie blieben nicht auf der Strecke und begeistern nun auch im Kino Gross und Klein.

Autor/in: Reto Baer