Formel 1: Draufgänger gegen Techniker

Nur 42 Tage nach seinem schrecklichen Unfall auf dem Nürburgring fuhr Niki Lauda wieder Formel-1-Rennen. Er wollte seinem grössten Gegner den Weltmeistertitel von 1976 nicht kampflos überlassen. «Rush» erzählt diese Geschichte mit adäquater Rasanz.

Sie sind zwar Gegner, aber sie respektieren einander: James Hunt (Chris Hemsworth, links) und Niki Lauda (Daniel Brühl).
Bildlegende: Sie sind zwar Gegner, aber sie respektieren einander: James Hunt (Chris Hemsworth, links) und Niki Lauda (Daniel Brühl). Ascot Elite

Die meisten kennen Ron Howard vermutlich als Regisseur der Bestseller-Verfilmung «The Da Vinci Code» (2006), aber der 59-Jährige hat immer wieder Filme über reale Persönlichkeiten inszeniert: «Apollo 13» (1995), «Frost/Nixon» (2008) und jetzt «Rush».

Statt endlose Rennszenen zu zeigen, lenkt Howard bald einmal den Blick auf das persönliche Duell zwischen den Rennfahrern James Hunt (Chris Hemsworth) und Niki Lauda (Daniel Brühl) während der Formel-1-Saison 1976.

Mitreissend inszeniert
Das ist solid, teils spektakulär inszeniert und gut gespielt, deshalb reisst einen der Film mit. Verschiedene Kritiker bemängelten zwar, dass beide Hauptpersonen unsympathisch rüber kämen, aber erstens stimmt das nur auf den ersten Blick, und zweitens macht das den Film kein bisschen schlechter. Im Gegenteil.

Vor allem der sonst eher blasse Daniel Brühl wächst als Niki Lauda über sich hinaus. Schon nach wenigen Minuten hat man vergessen, dass er Lauda nicht wirklich ähnelt. «Rush» bietet gute, abwechslungsreiche Unterhaltung: 5 von 6 Filmbären.

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Autor/in: Reto Baer