«Les souvenirs» - Warten ist nicht leben

Filme, die so leichtfüssig vom Herbst des Lebens erzählen wie «Les souvenirs», muss man einfach gern haben. Und so eine warmherzige Oma wie Madeleine hätte man am liebsten auch.

Im Herbst geht das Leben weiter: Romain (Mathieu Spinosi) und seine Oma (Annie Cordy).
Bildlegende: Im Herbst geht das Leben weiter: Romain (Mathieu Spinosi) und seine Oma (Annie Cordy). Pathé

Auch wenn der Film vorgibt, die Hauptfigur sei ein junger Mann, so dreht sich doch alles ums Alter. Je älter man wird, desto mehr Erinnerungen hat man, «souvenirs» eben. Und manchmal werden sie so stark, dass man etwas tun muss.

Genau dies passiert der 85-jährigen Madeleine (Annie Cordy). Nach dem Tod ihres Mannes zieht es sie in die Normandie, an den Ort ihrer Kindheit. Für ihre drei Söhne sieht es wie eine Flucht aus dem Altersheim aus, und ihr Lieblingsenkel Romain (Mathieu Spinosi), der vermeintliche Protagonist des Films, macht sich auf den Weg, sie zu suchen.

Feelgood Movie
Dabei macht der junge Möchtegern-Schriftsteller die Erfahrung, dass seine alte Grossmutter womöglich mehr Pfeffer Hintern hat als er. Denn indem sie sich weigert, im Altersheim auf den Tod zu warten, zeigt sie ihm, er solle aufhören, auf die Liebe zu warten. Denn warten ist nicht leben.

Der dritte Film des Schauspielers Jean-Paul Rouve als Regisseur erzählt eine sehr «gmögige» Feelgood-Geschichte, indem er Schweres und Leichtes mit Mitgefühl und Humor schildert. 4 von 6 Filmbären.

Trailer

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Autor/in: Reto Baer