«St. Vincent» - Bill Murray ein Heiliger?

Ohne Bill Murray wäre die Komödie «St. Vincent» nicht weiter erwähnenswert. Der 64-jährige Star rettet die Geschichte um einen bärbeissigen Kinderhüter vor dem Absturz in die Belanglosigkeit. Nur den Kitsch kann er ihr nicht ganz austreiben.

Würden Sie diesem Mann (Bill Murray) ihr Kind anvertrauen?
Bildlegende: Würden Sie diesem Mann (Bill Murray) ihr Kind anvertrauen? Ascot Elite

Vincent (Bill Murray) hängt rum, raucht, trinkt, flucht und geht ab und zu auf die Pferderennbahn und in den Stripclub. Das alles weiss seine neue Nachbarin Maggie (Melissa McCarthy) noch nicht, sonst würde die alleinerziehende Mutter ihm nämlich ihren zwölfjährigen Sohn Oliver (Jaeden Lieberher) nicht anvertrauen.

Wie man sich denken kann, holt der Junge dann das Beste aus dem alten Miesepeter heraus. Das wäre ganz in Ordnung, würde der Regisseur und Autor Theodore Melfi das Ganze nicht bis zur Heiligsprechung auf die Spitze treiben.

Kitschiger Schluss
Bei Naomi Watts als Stripperin hat man den Eindruck, dass sie mit ihrem Ostblock-Akzent etwas chargiert. Dafür hält sich Melissa McCarthy, die sich als Blödlerin in Komödien wie «Bridesmaids» hervorgetan hat, wohltuend zurück. Am meisten Abzug gibt es aber wegen dem kitschigen Schluss.

Für Bill-Murray-Fans ist «St. Vincent» dennoch ein Muss. Die Rolle des mies gelaunten Losers, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben mischelt, ist ihm wie auf den Leib geschrieben.

Trailer E / Trailer D / Filmbär auf Facebook

Autor/in: Reto Baer