«The Hobbit: The Battle of the Five Armies»

Mit der Film-Trilogie «The Lord of the Rings» hat sich Peter Jackson in die Herzen zahlloser Fans gefilmt. Mit der «Hobbit»-Trilogie praktiziert er nun ausgedehntes Melken der Tolkien-Kuh. «The Hobbit: The Battle of the Five Armies» enttäuscht noch mehr als die beiden ersten Teile.

Falls es jemanden interessiert: In der Maske des Ork-Anführers Azog steckt Manu Bennett.
Bildlegende: Falls es jemanden interessiert: In der Maske des Ork-Anführers Azog steckt Manu Bennett. Warner Bros.

Nach zehn Filmminuten ist der Drache Smaug tot. Super! Was läuft denn jetzt noch die restlichen 135 Minuten? Je länger das gegenseitige Abschlachten dauert, desto mehr dämmert es einem, dass der Filmtitel schon die ganze Handlung ist: die Schlacht der fünf Heere.

Fast zweieinhalb Stunden lang Fantasiefiguren, die Krieg führen, ist zwar episch, aber nicht spannend. Warum sich treue Tolkien-Fans im Kino mit dermassen dünnen Geschichten abspeisen lassen, ist schlicht ein Rätsel.

Dünne Story, überflüssiges 3D
Hinzu kommen teils schlampig ausgeführte Spezialeffekte. Wenn die digitalen Reittiere einen Felsen hinauf hüpfen wie Gameboy-Figürchen, dann ist das nur noch lächerlich. Vom unnötigen 3D wollen wir gar nicht erst reden.

Vielleicht sollte der gute Peter Jackson wieder mal mit ganz wenig Geld einen kleinen, aber feinen Film drehen. Denn seinen dritten «Hobbit»-Streifen kann man niemandem empfehlen, nicht einmal seinen eingefleischten Fans. 2 von 6 Filmbären.

Trailer E / Trailer D

Autor/in: Reto Baer