«The Judge» - Duell der Schauspieler

Der titelgebende Richter in «The Judge» wird vom 83-jährigen Robert Duvall gespielt. Er macht das genauso gut wie der 49-Jährige Robert Downey Jr., der seinen Sohn verkörpert. Trotzdem hat der Gerichts-Thriller Längen.

Die beiden hassen sich, sind sich aber ähnlicher, als sie meinen: Vater (Robert Duvall) und Sohn (Robert Downey Jr.).
Bildlegende: Die beiden hassen sich, sind sich aber ähnlicher, als sie meinen: Vater (Robert Duvall) und Sohn (Robert Downey Jr.). Warner Bros.

Der Top-Anwalt Hank Palmer (Robert Downey Jr.) kehrt in seinen Geburtsort zurück, weil seine Mutter gestorben ist. Schon nach Sekunden wird klar, dass sein Vater, der Richter Joseph Palmer (Robert Duvall), nicht gut auf ihn zu sprechen ist.

Kein Wunder, will Hank gleich nach der Beerdigung wieder abreisen. Doch dann wird sein Vater verdächtigt, einen Radfahrer angefahren und getötet zu haben. Hank will den Vater verteidigen, doch der hat bereits einen Provinz-Anwalt engagiert.

Zu dick aufgetragen
Bald zeigt sich, dass dieser Gerichts-Thriller im Grunde genommen eine Vater-Sohn-Geschichte ist. Beide halten einander für schlecht. In dieser Beziehung trägt der Film etwas gar dick auf. Die Psychologie der Figuren wird so überdeutlich gezeichnet, dass der Hinterste und Letzte kapiert, was Sache ist.

Dennoch macht es Spass, zwei der grössten Hollywood-Schauspieler beim Duell zuzusehen. Downey Jr. spielt zwar einmal mehr den vermeintlichen Kotzbrocken, aber das kann nun mal keiner so gut wie er. Wer tolle Schauspieler mag, wird «The Judge» schätzen. Alle anderen können auf den Film getrost verzichten. 4 von 6 Filmbären.

Trailer D / Trailer E

Autor/in: Reto Baer