«Tempus perfectum» - Konzert des Ensembles Cinquecento

In der Renaissance galt die Zahl Drei als göttlich und deshalb auch als perfekt, die Zahl Zwei dagegen als menschlich und unperfekt.

Ein Zweiermetrum ist also in den Kompositionen dieser Zeit das normale, nur an ganz besonderen Stellen - besonders bei Hinweisen auf die göttliche Trinität, später dann auch bei emotional besonders aufgewühlten Passagen - wechselten die Komponisten zum Tempus perfectum.

Das Vokalensemble Cinquecento zeigt auf seiner Reise durch 200 Jahre Renaissancemusik, wie pointiert und phantasievoll die Komponisten das Tempus perfectum einsetzten. Ein Gambentrio spielt dazu zwei Interludien mit Instrumentalwerken dieser Zeit.

(Konzert vom 22.2.2013 Kirche St. Peter Zürich)

Erstausstrahlung: 01.04.13

Redaktion: Norbert Graf