Thomas Ulrich – Auf der Suche nach Abenteuern

Staffel (2013), Folge 2

Auf einer Eisscholle wurde der Weltrekord-Traum des Schweizer Abenteurers und Bergfotografen 2006 zum Albtraum. Trotz Scheitern gibt er nicht auf, im Gegenteil. Das arktische Eis bleibt seine ultimative Herausforderung, sein neues Projekt heisst «Transarctic solo».

Es hätte ein Weltrekord werden sollen: die erste Alleinüberquerung des arktischen Eises von Russland via Nordpol nach Kanada. Es endete im März 2006, nach wenigen Kilometern, in einem Desaster, allein auf einer Eisscholle. Der Traum des Schweizer Abenteurers und Bergfotografen Thomas Ulrich wurde in einem arktischen Sturm zum Albtraum. Ulrich verlor einen Teil seiner Ausrüstung und um ihn herum zerbrach das Eis. Russische Helikopter befreiten ihn schliesslich aus seiner lebensgefährlichen Lage. Dieses Scheitern machte ihn weltberühmt. Aber er gab nicht auf, denn Ulrichs selbst gewählter Beruf ist Abenteurer und als solcher muss er immer wieder verrückte Sachen wagen.

2007 lief er erneut auf dem arktischen Eis, diesmal vom Nordpol nach Franz-Josef-Land, auf den Spuren des Polarforschers Fritjof Nansen, zusammen mit dem norwegischen Extremsportler Børge Ousland. Zwei «DOK»-Filme – «Allein auf einer Eisscholle» (2006) und «Beruf: Abenteurer» (2008) – waren damals diesen Erlebnissen gewidmet und zeigten wie Ulrich mit seiner Familie und seinen Expeditionen lebte.

Inzwischen hat sich einiges verändert im Leben von Thomas Ulrich. Er lebt mit einer neuen Partnerin und hat eine neue Leidenschaft entdeckt, er ist zum begeisterten Jäger geworden. Und sein Traum von der Alleinüberquerung des arktischen Eises nimmt konkrete Formen an. Seine Expedition «Transarctic solo» ist geplant auf Frühling 2015.

Zu Gast bei Röbi Koller: Thomas Ulrich.