Die «gelbe» Wut

Es sind verstörende Bilder aus Paris. Brennende Autos, verrammelte Geschäfte und ein verschmierter Triumphbogen. Auf den Pariser Prachtmeilen flanierten an den vergangenen Wochenenden keine Touristen, sondern patroullierten Polizisten.

Menschen in gelben Westen stehen auf der Strasse.
Bildlegende: Auch in Biarritz protestieren «Gilets Jaunes» an der Zahlstelle der Autobahn. Keystone

Aus dem Nichts tauchten die «Gilets Jaunes» auf, um gegen die Politik zu demonstrieren. Was als friedlicher Protest gegen höhere Benzinsteuern begann, wurde zunehmend gewaltttätiger. Unter die Protestierenden mischten sich laut französischen Behörden auch gewaltbereite Gruppen aus dem rechten sowie dem linksextremen Politikspektrum.

«Gilets Jaunes» – Symbol des Widerstands

Die Benzinsteuer trifft vor allem Menschen auf dem Land, die wenig verdienen und auf das Auto angewiesen sind. Diese Steuer war der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte. Mittlerweile existiert ein ganzer Katalog von teils widersprüchlichen Forderungen an die Politik. Weniger Steuern, Einheitsrente, Rente mit 60 bis hin zu Volksentscheiden.

Sind die Aufstände in Frankreich berechtigt? Ist es der Aufstand der Verlierer der Globalisierung?

Diskutieren Sie mit in der Live-Sendung «Forum».

Die Gäste

  • Peter Rothenbühler, ehemaliger Chefredaktor Le Matin Lausanne ist Kenner und Beobachter der französischen Politik. «Es sind die Verlierer der Globalisierung auf der Strasse.»
  • Reiner Eichenberger, Wirtschaftsprofessor Uni Fribourg. «Frankreich ist nicht reformfähig».

Redaktion: Radka Laubacher / Online: Barbara Kohler