Ergänzungsleistungen: ein Grund sich zu schämen?

Über 320'000 Personen in der Schweiz beziehen Ergänzungsleistungen. Die meisten sind Rentnerinnen und Rentner, bei denen die AHV zum Leben nicht reicht. Die Zahl nimmt Jahr für Jahr zu. Was tun, um diese Entwicklung zu stoppen? Diskutieren Sie mit.

Eine ältere Frau isst Spiegeleier in ihrer Wohnung in der Zentralschweiz
Bildlegende: Eine ältere Frau isst Spiegeleier in ihrer Wohnung in der Zentralschweiz key (Symbolbild)

National- und Ständerat beraten gegenwärtig Massnahmen, wie der Geldfluss in der EL abgebremst werden kann. So soll bestraft werden können, wer zu viel Vermögen ausgibt und später staatliche Hilfe in Anspruch nehmen will. Stattdessen sollen die Zuschüsse an Mieten für Bedürftige erhöht werden. Auch wird diskutiert, über wie viel Vermögen man noch verfügen darf, wenn man Ergänzungsleistungen beantragt.

Tabuthema Ergänzungsleistungen

Hinter Zahlen und Tabellen verstecken sich jedoch persönliche Schicksale von Menschen, die im Alter um jeden Rappen kämpfen. Ergänzungsleistungen sind ein grosses Tabu. Bezüger schämen sich oft, solche zu beziehen.

Was soll man tun, wenn die AHV nicht mehr reicht? Sind Ergänzungsleistungen zu wenig zum Leben oder gerade genug zum Überleben?

Die Gäste in der Sendung sind:

  • Reto Wyss, Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB)
  • Andreas Dummermuth, Geschäftsleiter Ausgleichskasse/IV-Stelle Kanton Schwyz

Moderation der Sendung: Michael Sahli; Online-Redaktion: Barbara Kohler