Immer mehr Sonderschüler: Was ist los an unseren Schulen?

Die Zahl der Sonderschüler nimmt rasant zu. Laut Schätzungen von Experten stieg der Anteil von Schülern mit Status «Sonderschüler» in gewissen Kantonen um das Doppelte an. Dies zeigten Recherchen der NZZ am Sonntag.

Integrativer Unterricht ist gemeinsames Lernen behinderter und nichtbehinderter Kinder.
Bildlegende: Integrativer Unterricht ist gemeinsames Lernen behinderter und nichtbehinderter Kinder. Keystone

Hintergrund dieser Entwicklung ist eine Reform im Bildungswesen: Die Schulen in vielen Kantonen sind verpflichtet, nach Möglichkeit alle Schüler in der Regelklasse zu integrieren: Vom lernschwachen Mädchen bis zum Jungen mit Trisomie 21.

Dies überfordere die Lehrerschaft, monieren Kritiker. Die Etikettierung von Schülern als «Sonderschüler» bringe Förder- und Stützmassnahmen, was die Schule entlastet. So würden aus «normalen» Schülern Sonderschüler. Das Modell der Integration komme ans Limit.

Wie weiter an unseren Schulen?

Es diskutieren:

- Remo Largo, Kinderarzt
- Peter Lienhard-Tuggener, Professor an der  Interkantonalen
  Hochschule für Heilpädagogik
- Beatrice Zbinden, Lehrerin

Moderation: Simone Hulliger, Redaktion: Simone Hulliger