«Kartoffle» statt «Härdöpfel» - Verludert unsere Mundart?

In der Mundart halten vermehrt Anglizismen und Teutonismen Einzug. Die Neuen Medien haben diesen Trend verstärkt. Jugendliche kommunizieren gerne unkompliziert und schnell in Chats, Mails oder SMS. Dabei schreiben sie meist so wie ihnen der Schnabel gewachsen ist: In Mundart.

Neue Wörter aus anderen Sprachen fliessen ein.
Bildlegende: Jugendliche schreiben heute in Chats meist in Mundart. Keystone

«Mundart ist cool, Mundart boomt», stellt SRF-Mundartexperte Markus Gasser fest. Sei es in der Musik, Literatur oder im Alltag. Dabei ist die Mundart ständiger Veränderung unterworfen.

Stören Sie sich an Ausdrücken wie «früestücke» oder «go arbeite»? Oder sind solche sprachlichen Veränderungen eine Bereicherung? Diskutieren Sie mit.

Gäste in der Sendung:

  • Regula Schmidlin - Sprachwissenschaftlerin Uni Fribourg: «Die Mundart verludert nicht, aber sie verändert sich ständig. Diese Entwicklung kann man bedauern, aber nicht aufhalten.»
  • Rolf Hermann - Schriftsteller aus dem Wallis: «Wenn ein Wort, das die Grossmutter noch verwendet hat, verschwindet, dann löst das bei mir Wehmut aus. Ich erstelle eine Liste mit Wörtern, die ich vermisse.»

Redaktion: Radka Laubacher - Online: Rebecca Dütschler