Syrien: Wieso schauen wir weg?

Rund eine Million syrische Kinder sind auf der Flucht. Zweidrittel von ihnen sind kaum elfjährig. Mehrere tausend Kinder mussten alleine ins Ausland flüchten. Diese Zahlen beziffern eine Tragödie, über die letzte Woche UNICEF-Chef Anthony Lake sagte, sie seien ein «Meilenstein der Schande».

Auf der Flucht: Syrisches Kind in einem Flüchtlingslager in der nordirakischen Provinz Dohuk (21. August 2013).
Bildlegende: Auf der Flucht: Syrisches Kind in einem Flüchtlingslager in der nordirakischen Provinz Dohuk (21. August 2013). Reuters

Wie gefährlich das Leben der Menschen ist, die in Syrien bleiben, wird uns seit Monaten in den Nachrichten vor Augen geführt. Zuletzt die Bilder der Giftgasopfer. Diese Schreckensbilder bleiben hängen. Wie lange? Ausser persönlicher Betroffenheit bleibt es seltsam still in einem Land, das einst so stolz war auf seine humanitäre Tradition.

Es sei die Unübersichtlichkeit der Situation in Syrien, die einem ratlos mache, sagen die einen. Es sei Sache der Nachbarstaaten, die flüchtenden Menschen aufzunehmen. Die Schweiz unterstütze Flüchtlingscamps in diesen Staaten.
Die Schweiz selber hat in diesem Jahr ein Kontingent von 37 syrischen Flüchtlingen aufgenommen.

Im Forum erzählen Gäste von ihren Bemühungen, in Syrien zu helfen, respektive den Bürgerkrieg zu dokumentieren. Wie sieht der Alltag in Syrien aus? Wo klemmt es mit der Hilfe? Müsste die Schweiz mehr tun?

Gäste

  • Ashti Amir, Exil-Syrer
  • Kurt Pelda, Kriegsreporter
  • Stefan Frey, Schweizerische Flüchtlingshilfe
  • Gerhard Pfister, NR, Mitglied der Staatspolitischen und der Aussenpolitischen Kommissionen

 

Redaktion: Christine Hubacher