«‹2 x Weihnachten› ist eine Geste, keine Entwicklungshilfe»

Josef Reinhardt ist Leiter der Katastrophenhilfe beim Schweizerischen Roten Kreuz und koordiniert die Sammel- und Verteilaktion von «2 x Weihnachten». Persönlich hat der Berner viele Facetten. Ein Gespräch.

Josef Reinhardt (rechts) und Christian Zeugin.
Bildlegende: «Gast am Mittag»: Josef Reinhardt (rechts) im Gespräch mit Christian Zeugin. SRF

Josef Reinhardt wuchs in einer katholischen Familie in der protestantischen Stadt Bern auf. «Wir waren in der Minderheit, das spürte man überall», erzählt er im Gespräch mit Moderator Christian Zeugin.

Das Engagement der Kirche für die Jugend hat ihn geprägt. «Ich bin heute kein grosser Kirchgänger mehr, aber was die Kirche bis heute im sozialen Bereich macht, finde ich wichtig», betont Josef Reinhardt.

Nach der abgeschlossenen Lehre bei einem Kaffeemaschinenhersteller war er zuerst Musikredaktor und begann darauf seine Karriere in der Sozialarbeit. «Ich bin ein neugieriger Mensch und wollte wissen wie Menschen leben, denen es nicht gut geht.»

Beim Schweizerischen Roten Kreuz koordiniert Josef Reinhardt seit elf Jahren die Katastrophenhilfe in der Schweiz und ist für die Aktion «2 x Weihnachten» zuständig.

Die Aktion wurde vor 20 Jahren vom SRK, der Post und SRG lanciert. «Diese Aktion ist eine Geste, keine Entwicklungshilfe», betont der Berner. Man mache Menschen, die mit ihrer Armut am Rande der Gesellschaft stehen, mit den Päckchen ganz einfach eine Freude.

«2 x Weihnachten» ist eine Geschenk-Aktion des Schweizerischen Roten Kreuz (SRK), der SRG und der Post. Die Hilfsgüter werden zur Hälfte an bedürftige Einzelpersonen, Familien und soziale Institutionen in der Schweiz verteilt. Die andere Hälfte geht nach Armenien, Weissrussland, Bosnien und Herzegowina sowie Moldawien.

Moderation: Christian Zeugin, Redaktion: Christian Zeugin