AC/DC-Schlagzeuger Rudd zu acht Monaten Hausarrest verurteilt

Angeklagt war Phil Rudd wegen Morddrohungen und Drogenbesitzes. Ihm drohten sieben Jahre Gefängnis.

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Phil Rudd verlässt das Gericht

0:18 min, vom 9.7.2015
Schlagzeuger Phil Rudd im Anzug mit roter Krawatte auf der Anklagebank. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Ich bringe dich um» Am Telefon bedrohte Rudd einen Bekannten. Dieser habe in der Folge Todesangst gehabt. Keystone

Ein Gericht in Neuseeland hat den langjährigen AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd zu acht Monaten Hausarrest verurteilt. Der 61-jährige Musiker der Hardrockband war wegen einer Morddrohung und Drogenbesitzes angeklagt.

Rudd hatte die Vorwürfe im April eingeräumt. Seine Verteidigung plädierte auf Freispruch.
Der Richter ordnete die elektronische Überwachung von Rudd und eine Entziehungskur an, wie das neuseeländische Fernsehen am Donnerstag berichtete. Der Richter habe dem Musiker mit Gefängnis gedroht, sollten erneut Drogen bei ihm gefunden werden.

Ganz der Rocker

Rudd hätte im schlechtesten Falle eine Haftstrafe von sieben Jahren kassieren können. Auf dem Weg aus dem Gericht verzichtete er auf ein Statement und pöbelte stattdessen lieber Journalisten an. Einem schlug er gegen das Mikrofon mit der Aufforderung: «Verpiss dich!»

Die Hardrockband ist gerade in Europa auf Tournee. Das Verhältnis zwischen Rudd und der Gruppe ist seit längerem gespannt. Am Schlagzeug sitzt während der Tournee Chris Slade.