Nach Stimmband-OP: US-Komikerin Joan Rivers ist tot

Sie war die grösste Klappe Hollywoods, nichts und niemand war vor ihr sicher: Joan Rivers war Komikerin und Kritikerin. Jetzt ist sie 81-jährig gestorben.

Joan Rivers steht vor den Fotografen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Joan Rivers Sie stand zu ihren zahlreichen «Überarbeitungen»: «In Hollywood muss man das einfach machen.» Reuters

Joan Rivers starb nach Angaben ihrer Tochter am Donnerstag in einem Krankenhaus in New York. Rivers wurde 81 Jahre alt.

«Mit grosser Trauer muss ich den Tod meiner Mutter mitteilen. Sie starb friedlich um 13.17 Uhr, umgeben von ihrer Familie und engen Freunden», erklärte Melissa Rivers. «Die grösste Freude meiner Mutter war es, andere zum Lachen zu bringen. Ich weiss, dass es ihr letzter Wunsch wäre, jetzt weiter zu lachen – so schwierig das jetzt auch sein mag.»

Rivers war vergangene Woche in ein Spital gebracht worden, nachdem sie während einer Operation an den Stimmbändern in einem anderen Spital plötzlich aufgehört hatte zu atmen. Gegen diese Klinik laufen nun Ermittlungen.

Ihr Schaffen überschritt auch Grenzen

Joan Rivers hat in zahlreichen Filmen und Serien im US-Fernsehen
mitgespielt, mehrere Bücher veröffentlicht und die Sendung «Fashion
Police» moderiert, in der sie sich über Modesünden von Prominenten
lustig machte. Manche ihrer Witze überschritten dabei die Grenzen des
guten Geschmacks. Über Angelina Jolie und ihre Tattoos in einem
freizügigen Abendkleid sagte sie einmal: «Wenn ich einen abgemagerten
tätowierten Körper sehen will, gucke ich mir ‹Schindlers Liste› an.»
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Joan Rivers als Modekritikerin in «Fashion Police» (unkomm.)

1:19 min, vom 5.9.2014