Prominente Drogen-Beichten und Sex-Geständnisse

Lance Armstrong hat seine Dopingsünden gestanden und damit die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich gezogen.
Doch er ist nicht der Erste: Berühmte Geständnisse gibt es bereits einige.

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Doping-Geständnis von Lance Armstrong (Quelle: SNTV)

0:40 min, vom 18.1.2013

«Ja.» – So schlicht ein Wort auch ist, so wirkungsvoll kann es sein. Lance Armstrong hat bei Oprah Winfrey direkt und wohl auch endlich ehrlich öffentlich gestanden, dass er während seiner Karriere illegale Aufputschmittel konsumiert hat. Und hat damit die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich gezogen.

André Agassi gestand Drogen-Experimente

Damit ist er aber keineswegs ein Pionier im «Reinen-Tisch-machen».  Sportsfreund André Agassi hat längst gestanden, dass er Drogen konsumiert hat. 2009 erschien seine Biografie – und just in dem Moment erinnerte sich André Agassi an seine Crystal-Meth-Experimente von 1997. Wehe dem, der da an pekuniäre Motivation denkt. Tatsache bleibt aber, dass sich Agassis Geständnis verkaufsfördernd auf sein eben erschienenes Buch ausgewirkt hat.

Tiger Woods landete nach seinem Sex-Geständnis in der Klinik

Tiger Woods und Elin Nordegren Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kein «Happy End» Tiger Woods betrog seine Frau Elin Nordegren unzählige Male. Sie verliess den Golf-Star nach seinem Geständnis. Reuters

Ein andere Sport-Ikone erschütterte 2010 aber weit mehr die Gemüter: Golf-Millardär Tiger Woods outete sich als untreuer Ehemann und wurde wegen Sex-Sucht anschliessend in einer Klinik behandelt. «Pfui!», denkt man sich in der Schweiz. Für die Amerikaner ist damals sogar eine Welt zusammengebrochen. Tiger Woods' Status ist schliesslich mit jenem von Roger Federer vergleichbar. Und dann noch so ein Schmuddelthema. Trotzdem: Tiger Woods ist heute weitgehend rehabilitiert und hat ein erfolgreiches Comeback gegeben. Geständnisse können sich eben auch positiv auswirken.

Prinz Albert steht zu seinen unehelichen Kindern

Mit Sicherheit positiv wirkt sich Prinz Alberts Geständnis aus, und zwar für seine unehelichen Kinder Jazmin Grace (aus einer kurzen Affäre mit der Amerikanerin Tamara Rotolaus) und Alexandre (aus seiner längeren Beziehung zur Flugbegleiterin Nicole Coste). Die bekommen nämlich dank Père Alberts Vaterschaftsanerkennung finanzielle Unterstützung. Einen Anspruch auf die Thronfolge haben sie indes nicht.

Bill Clinton leugnete seine Affäre unter Eid

Während im monegassischen Königshaus das Thema so diskret wie möglich behandelt wird, hat Bill Clinton mit Pauken und anderen Blasinstrumenten verkündet: «Ich hatte keine sexuelle Beziehung zu Fräulein Lewinsky.» Eine Lüge, die ihn fast die Präsidentschaft gekostet hätte. Dabei war Bill Clinton, als er Ende der 90er-Jahre diesen Satz sprach, nicht der erste US-Präsident, der mindestens eine Affäre hatte – allerdings der erste, der sie unter Eid leugnete.

Boris Becker: Geständnis mit zehnjähriger Verspätung

Boris Becker Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht die feine Art Boris Becker verriet erst mit zehnjähriger Verspätung die Wahrheit über seinen folgereichen Seitensprung. Reuters

Auch Boris Becker nahm es mit der Treue nicht so genau. Der Wimbledon-Held leistete sich 1999 mit dem russischen Model Angela Ermakova einen Seitensprung mit Folgen. Tochter Anna kam im März 2000 zur Welt. Lange redete er von Samenraub und stand nicht zu ihr, bis ein Vaterschaftstest eindeutige Verwandtschaft anzeigte. Das detaillierte Geständnis folgte erst 2010: Zehn Jahre nach der Begegnung mit Annas Mutter hatte der ehemalige Tennisprofi offensichtlich Klärungsbedarf und verkündete, er habe mit Angela Ermakova in einem Londoner Edel-Restaurant zwar Sex gehabt, nicht aber in der Besenkammer, sondern auf einer Treppe zwischen zwei Toiletten. Na dann.

Jodie Foster outet sich nach Jahrzehnten

Das wohl aktuellste öffentliche Geständnis hat Jodie Foster abgelegt. Die 50-jährige zweifache Oscarpreisträgerin hat soeben bei den Golden Globes zum ersten Mal über ihre Homosexualität gesprochen. Und bricht im teilweise prüden Amerika noch immer ein Tabu damit.

Ja, Geständnisse können Tabus brechen, finanziell interessant sein und die eigene Seele heilen. Aber fast in jedem Fall ziehen sie eine gehörige Portion Aufmerksamkeit auf sich.