König Carl Gustaf: So soll er sich fremd-vergnügt haben

Nachdem letzte Woche ein Buch König Carl Gustaf als Kenner des Stockholmer Rotlichtmilieus geoutet haben will, überschlagen sich die Ereignisse in Schweden. Immer mehr kompromittierende Details kommen ans Tageslicht.

König Carl Gustaf Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Immer mehr Details kommen ans Tageslicht Ist König Carl Gustaf wirklich kein Kostverächter von schönen Frauen? Reuters

Letzte Woche wurde in Schweden das Buch «Der widerwillige König» («Den motvillige monarken») von Thomas Sjöberg veröffentlicht. Darin wird König Carl Gustaf als gelegentlicher Nachtclub-Besucher und Ehebrecher beschrieben. Noch am gleichen Tag gab der schwedische Monarch indirekt alles zu («Nach allem, was ich gehört habe, geht es im Buch um Dinge, die vor langer Zeit geschehen sind»), stellte aber gleichzeitig klar, dass er die Vergangenheit nun ruhen lassen will. Doch diese Rechnung hat er nicht mit Camilla Henemark, die in den 90er Jahren eine monatelange Affäre mit König Carl Gustaf gehabt haben soll, und anderen Personen aus dem Stockholmer Rotlichtmilieu gemacht.

Camilla Henemark: «Wir waren so eine Art Spielkameraden»

Vor allem seine angebliche Gespielin spricht ziemlich offen über ihr damaliges Verhältnis zu ihm. «Wir waren so etwas wie Spielkameraden», erzählt laut «Bild» die frühere «Army of Lovers»-Sängerin der schwedischen Zeitschrift «Expressen». Ob sie während dieser Zeit in König Carl Gustaf verliebt gewesen sei, beantwortet sie mit den Worten: «Verliebt ist das falsche Wort, es ist eher wie die Verliebtheit unter 14-Jährigen.» Hätte sie etwas mehr nachgedacht, hätte sie wohl erkannt, dass die ganze Beziehung keine Zukunft habe.

Ausserdem schildert die heute 46-Jährige, dass sie sich immer in der Privatwohnung eines Freundes im teuersten Viertel Stockholms mit dem König getroffen hätte. «Wir sind dort reingegangen und nach einigen Stunden mit separaten Autos wieder weggefahren.»

Angebliche Gespielin mag König Carl Gustaf noch immer

Die Tochter einer Schwedin und eines Nigerianers schwärmt von König Carl Gustaf, so als wäre sie immer noch ziemlich angetan vom 64-jährigen Monarchen. «Er sieht so gut aus. Er ist so süss. Das ist Teil seiner natürlichen Ausstrahlung. Er lacht die ganze Zeit. Das ist das Charmanteste an ihm. So richtig kindlich und mit Freude am Leben.»

Nachtclub-Besitzer droht mit König Carl Gustaf mit Videos

Doch damit nicht genug: Auch ein zweilichtiger Nachtclub-Besitzer, in dessen Clubs sich der König in den 90er Jahren vergnügt haben soll, meldet sich jetzt zu Wort. Er droht dem König mit der Veröffentlichung kompromittierender Sauna-Videos. «Ich habe Live-Beweise, die die ganze Welt sehen wird», sagt Mille Markovic gegenüber «Aftonbladet».

Schwedischer Hof nimmt keine Stellung

Der Hof selbst nimmt zu den neuen Details keine Stellung. Carl Gustaf sagte nur kurz vor seiner Abreise nach China letzte Woche. Es liege alles weit zurück und seine Frau und er wollen «ein neues Kapitel aufschlagen».

Königin Silvia soll sich bei Freundinnen ausweinen

Doch wie fühlt sich Königin Silvia wirklich? Auch wenn sie wohl schon vor Jahren von den angeblichen ausserehelichen Aktivitäten ihres Mannes erfahren hat, so tut es sicherlich immer wieder weh, mit solchen Fakten erneut konfrontiert zu werden. Laut der schwedischen Illustrierten «Se & Hør» fühle sich Silvia in dieser schwierigen Zeit von ihrem Mann in Stich gelassen, wie die «Bild» schreibt. Die Frauenzeitschrift «Damtidning» behauptet sogar, dass sie zerstört sei und sich in langen Telefongesprächen von ihren Freundinnen trösten lasse.

Das sind die brisanten Buch-Passagen über Carl Gustaf

Das Buch «Der widerwillige König» («Den motvillige monarken») von Thomas Sjöberg enthält mehrere brisante Aussagen über Carl Gustaf. So soll er nicht nur dubiose Nachtclubs im Stockholmer Milieu für Privatpartys mit leicht bekleideten Damen angemietet, sondern auch schon bei Reisen ins Ausland eine Stripperin angeheuert haben.

Ausserdem soll der König in den Neunzigerjahren eine längere Affäre mit der schwedischen Sängerin Camilla Henemark gehabt haben. Laut dem Buch hat Königin Silvia sogar davon gewusst.

Die Informationen des Buches stammen zum grössten Teil aus anonymen hofnahen Quellen. Autor Thomas Sjöberg meint vielsagend: «Wir haben noch viele weitere Informationen, die wir aber bewusst nicht publiziert haben.»