Magazin veröffentlicht Oben-ohne-Bilder von Herzogin Catherine

Das britische Königshaus hat einen neuen Skandal: Im französischen Klatschmagazin «Closer» ist am Freitag eine fünfseitige Fotostrecke mit Oben-Ohne-Bildern von Prinz Williams Frau Kate erschienen. Das Prinzenpaar ist «zutiefst traurig».

Herzogin Catherine Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Skandal um Catherine Seit Freitag gehen Oben-ohne-Fotos der Herzogin um die Welt. Reuters

Die Kurzferien in der Provence Anfang September sollten ein paar Tage des Entspannens werden – vor ihrer bevorstehenden Reise nach Südostasien anlässlich des 60. Thronjubiläums der Queen. Ein paar Tage zu zweit, ohne Medienrummel, ohne Kameras. In einer versteckten, von Wäldern umgebenen Jagdhütte in Luberon glaubte sich das Paar ungestört.

Offenbar haben William und Catherine, obwohl im Umgang mit den Medien eigentlich alles andere als naiv, die Dreistigkeit der Paparazzi unterschätzt. Und so gehen seit Freitag ein gutes Dutzend Fotos von Kate oben ohne um die Welt. Die Bilder zeigen sie und William beim Sonnenbaden auf der Terrasse des bei Apt gelegenen Chateau D'Autet. Einen Monat nachdem der Skandal um die Nacktfotos von Prinz Harry in Las Vegas das Königshaus in Bedrängnis gebracht hat, stecken die Royals erneut in Schwierigkeiten.  

William und Catherine sind «zutiefst traurig»

Dem Prinzenpaar, das derzeit in Malaysia weilt, sind die skandalösen Nachrichten bereits zugetragen worden. «Ihre Königlichen Hoheiten sind zutiefst traurig, erfahren zu müssen, dass eine französische Publikation und ein Fotograf in einer solch grotesken und nicht zu rechtfertigenden Weise ihre Privatsphäre verletzt haben», heisst es in einem Statement des Palastes. «Ihre Königlichen Hoheiten durften in dem abgeschiedenen Anwesen absolute Diskretion erwarten», heisst es weiter. «Dass jemand solche Fotos macht, geschweige denn sie veröffentlicht, ist unvorstellbar.»

Das Königshaus hat Anwälte eingeschaltet

Der Palast habe bereits französische Anwälte eingeschaltet, um rechtliche Schritte gegen das Magazin «Closer» zu prüfen. «Unsere eigenen Anwälte sind nicht so sehr mit dem französischen Recht vertraut», so eine Sprecherin. Sicher ist: Frankreich hat eines der schärfsten Gesetze, was den Schutz der Privatsphäre betrifft. «Das französische Gesetz schützt das Privatleben so gut wie absolut», erklärt der Presserechts-Experte Me Richard Malka. «Ein privates Foto darf nur mit dem Einverständnis der betreffenden Person veröffentlicht werden. Die Verurteilung erfolgt gleichsam automatisch.» Deshalb habe die monegassische Fürstenfamilie auch bislang fast alle Rechtsstreits in diesem Zusammenhang gewonnen.

Blog von Sara Hildebrand

g&g-Moderatorin Sara Hildebrand hat einen Blog zum Paparazzi-Vorfall in Frankreich verfasst. Hat sich Herzogin Catherine falsch verhalten – ist es naiv, dem «Gentlemens' Agreement», der Moral der Paparazzi zu vertrauen? Darf eine derart in der Öffentlichkeit stehende Person wie die Frau von Prinz William sich halbnackt sonnen, selbst wenn es auf Privatgrund ist? Diese Fragen stellt sich Sara Hildebrand in ihrem aktuellen Blog.