Prinz Friso zurück bei seiner Familie – aber noch immer im Koma

Über ein Jahr nach seinem tragischen Lawinen-Unfall ist Prinz Friso aus dem Spital entlassen worden. Doch liegt Friso noch immer im Wachkoma.

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Bildlegende: Palast «Huis ten Bosch» Hier wird Prinz Friso während des Sommers wohnen. Reuters

Seit seinem Lawinen-Unfall am 17. Februar 2012 liegt Prinz Friso in einer Spezialklinik in London im Wachkoma. Nun ein Lichtblick für Frisos Familie: Sie kann ihn zu sich nach Hause nehmen. «Wir sind zwar weiterhin äusserst besorgt über seinen Gesundheitszustand. Doch der Prinz braucht die Betreuung im Krankenhaus derzeit nicht», schreibt das niederländische Königshaus in einer Mitteilung.

Friso soll vorerst den Sommer im «Huis ten Bosch» Palast in Den Haag verbringen. Wie lange er dort bleiben wird, ist allerdings noch nicht klar: «Über die nächsten Monate werden alle verfügbaren Möglichkeiten geprüft, um ihm die beste langfristige Betreuung zu garantieren», so das Königshaus weiter.

Prinz Friso ringt mit dem Tod

1:44 min, aus Glanz & Gloria vom 20.2.2012

Der Zustand des Prinzen ist seit seinem Unfall praktisch unverändert. Einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass Friso wieder aufwachen könnte, gab es nur im November 2012: «Seit kurzem zeigt Prinz Friso ab und zu Zeichen von sehr geringem Bewusstsein», so der Palast damals.

Prinz Friso war im Februar 2012 mit einem Freund im österreichischen Lech im Ski-Urlaub abseits der Piste unterwegs, als sich ein Schneebrett löste und beide Skifahrer erfasste. Während sich der Begleiter dank besserer Ausrüstung retten konnte, wurde Friso verschüttet. 20 Minuten lag er 40 Zentimeter unter dem Schnee begraben, bevor er geborgen und wiederbelebt werden konnte. Friso erlitt wegen des langen Sauerstoffmangels und eines Herzstillstands schwere Hirnschäden und liegt seither im Koma.