Drogen und wilde Partys: Leonard räumt mit Schlager-Klischees auf

Der Tatort «Auf einen Schlag» zeigt ein verrücktes Bild der Schlagerszene. Versoffene Sänger, Affären und kranke Fans.
Ist die Schlagerwelt eine Scheinwelt? Der Schweizer Schlagersänger Leonard beschwichtigt.

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Leonard über die Schlager-Klischees

1:21 min, vom 14.3.2016

Leonard hat die Schlagerwelt nie so konservativ und zurückgeblieben erlebt, wie sie im Tatort dargestellt wird. «Bei meinem Weihnachtskonzert bekommt sogar mein Freund gleich viele Geschenke wie ich selber», sagt der 52-Jährige gegenüber «G&G».

Die Schlagerwelt ist keine Scheinwelt

Auch das Klischee, dass Schlagersänger nur über heile Welt und Liebe singen, stimme nicht. Ebenso wenig die wilden Partys und Drogenexzesse, die Backstage abgehen sollen, seien real. Zumindest nicht in Leonards Welt. «Ich wüsste nicht einmal, wo ich zu Drogen kommen könnte. Ich habe mein Leben lang nie an einem Joint gezogen, geschweige denn sonst etwas konsumiert.»

Dass Leonard sich ständig gegen solche Vorurteile wehren muss, stört ihn nicht. «Damit ein Krimi verständlich und spannend wird, muss er sich halt solchen Klischees bedienen.» Mit der Realität habe es aber nichts zu tun.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • «Schlager Nacht» in Luzern

    Aus glanz und gloria vom 14.3.2016

    «Ach du heile Schlagerwelt». Ein Klischee, das man über die Schlagerbranche immer wieder hört. Aktuell auch im Tatort von letzter Woche, der im Schlagermilieu spielt. Die Schlagerwelt sei verlogen und rückständig, heisst es dort. Darauf empörten sich Schlagerstars in einer deutschen Tageszeitung. Zurecht? «Glanz & Gloria» geht an der «Schlager Nacht» auf Spurensuche.