Zum Inhalt springen

Schweiz Gilles Tschudi plagt ein alter Zeckenstich

Er humpelt, hat Schmerzen in den Beinen: Vor neun Jahren wurde Schauspieler Gilles Tschudi von einer Zecke gebissen. Jetzt ist die Borreliose bereits zum zweiten Mal ausgebrochen. Trotzdem lässt er sich davon nicht unterkriegen, wie er «glanz & gloria» erzählt.

Legende: Video Gilles Tschudi über seinen Zeckenbiss abspielen. Laufzeit 0:58 Minuten.
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 07.01.2014.

«Es ist nicht lustig», sagt Gilles Tschudi zu «glanz & gloria». Er meint damit die Borreliose, die bereits zum zweiten Mal ausgebrochen ist. «Der Schmerz kann zuerst im Oberschenkel auftauchen, dann in den Knien oder im Kopf.» Die Heilungschancen bestünden – «so wie sie auch nicht bestehen».

Über 60 Vorstellungen stehen für Tschudi an

Mit Naturheilkunde versucht Tschudi die Borreliose in den Griff zu bekommen. Zwar sei er wegen der Krankheit weniger gut zu Fuss unterwegs. Von seiner schauspielerischen Tätigkeit aber hält sie ihn nicht ab. Ab 11. Januar ist Tschudi in «Pfyfferli 2014» zu sehen – über 60 Vorführungen bis Anfang März. Das Humpeln werde er einfach in seine Rolle einbauen.

Borreliose

Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die mit Antibiotika behandelt werden kann. Je nach Verlauf sind verschiedene Organe betroffen. Ein Teil der Erkrankten leidet unter Beschwerden an den Gelenken, an Haut und Herz. Im schlimmsten Fall kann es bei Nichtbehandlung der Borreliose zu bleibenden Behinderungen kommen.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Petra Bonin, Glan-Münchweiler
    Der miserable Kenntnisstand vieler Ärzte über Borreliose ist erschreckend. Selbst Dr. Christian Perronne, Prof. für Infektions-und Tropenkrankheiten und Prof. Luc Montagnier, Nobelpreisträger für Medizin im Jahr 2008 und Spezialist auf dem Gebiet von AIDS finden, es gäbe nicht viele Ärzte die sich mit Lyme-Borreliose auskennen und man muss Glück haben richtig diagnostiziert zu werden. Rat und Unterstützung finden Betroffene bei OnLyme-Aktion.org. http://forum.onlyme-aktion.org/index.php
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martina Müller, Zürich
    Die Borreliose kann in der Tat mit Antibiotika behandelt werden. Behandelbar ist nicht mit heilbar gleichzusetzen. Kommt es zu bleibenden Behinderungen, kann man sich vom Leben verabschieden. Wie uns ein renommierter Professor und Mitautor der Schweizer Borreliose-Leitlinien mitteilte, bekäme sogar er Probleme mit der Versicherung, wenn er die Diagnose eines Post Lyme-Syndroms (unheilbarer Gesundheitsschaden nach Borreliose) stellen würde. Diese Ignoranz heilt zwar nicht, aber was solls?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen