«Rodi» kurz vor seinem Tod: «Ich bin alleine, aber nicht einsam»

Mehrere Monate lang hat Filmautor Hanspeter Bäni Walter Roderer für die Sendung «Reporter» begleitet. Nur Wenige kamen der Schauspiellegende so nah wie er. Im g&g-Interview schildert Bäni, wie er «Rodi» bis kurz vor seinem Tod erlebt hat.

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Filmautor Hanspeter Bäni im Interview mit g&g

2:09 min, vom 11.5.2012

Auf der Bühne und auf der Leinwand kannte man ihn als liebenswerten «Bünzli». Was privat im legendären Volksschauspieler vorging, wussten nur Wenige. Hanspeter Bäni, Journalist für die Sendung «Reporter», hat den 91-Jährigen seit vergangenem Herbst mit der Kamera begleitet. Entstanden ist ein sehr persönliches Porträt über Walter Roderer.

Roderer war vor seinem Tod nachdenklich

So erlebte ihn Bäni nicht nur als den fröhlichen und charismatischen «Rodi», sondern auch als eine nachdenkliche Person: «Vor allem in den letzten Wochen habe ich ihn immer nachdenklicher erlebt», erinnert sich Hanspeter Bäni im Interview mit glanz & gloria. «Man hatte das Gefühl, es beschäftige ihn etwas.» Der Filmautor führt diese Gefühlslage auf das Filmprojekt zurück, das Walter Roderer unbedingt noch realisieren wollte: Ein Kinofilm über die Liebe eines alten Schauspielers zu einer jungen Frau. «Mit dem Projekt ging es einfach nicht voran – und das ging ihm ziemlich nahe.»

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Filmausschnitt aus «Nötzlis Abgang – Walter Roderers letzte Mo...

0:24 min, vom 11.5.2012

Obschon Walter Roderer seit dem Tod seiner Frau ganz alleine in seinem Haus in Illnau ZH lebte, kam er gut mit dieser Situation klar, wie der 91-Jährige in Bänis Film sagte: «Alleine fühle ich mich manchmal schon, aber nicht einsam – nein, das nicht.» Und auch sonst war Rodi trotz seines hohen Alters stets guten Mutes: «Er wollte über 100 Jahre alt werden und war voller Tatendrang», so Hanspeter Bäni.

Der Film «Nötzlis Abgang – Walter Roderers letzte Monate» sehen Sie am Sonntag, 13. Mai 2012 um 21:40 auf SF1.