Glenn Goulds «akustische Orchestrierungen»

Die kanadische Klavierlegende Glenn Gould erkannte schon früh das künstlerische Potenzial der neuen Aufnahmetechnik.

1970 ging er einen entscheidenden Schritt weiter und entdeckte mit seinen «akustischen Orchestrierungen» quasi die technische Interpretation der Interpretation: Die Bewegung zwischen verschiedenen Mikrofoneinstellungen wird Bestandteil der Aufführung. Einer Kamera gleich zoomt sich das Ohr durch den akustischen Raum und fügt der musikalischen Interpretation einen neuen Parameter hinzu.

Im Mehrspur-Verfahren nachgemischte Aufnahmen mit Musik von Alexander Skrjabin und Jean Sibelius.

(Glenn Gould, Klavier & Mixing)

Redaktion: Valerio Benz