Weshalb bezahlen wir in der Schweiz so hohe Empfangsgebühren?

Anfrage vom 14.06.2016

Billag Rechnung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für Ihr Gebührengeld erhalten Sie einen Mehrwert an Leistungen. SRF

So antwortet SRF:

Zusatzinhalt überspringen

Haben Sie auch eine Frage an SRF? Dann schreiben Sie uns.

Oder diskutieren Sie mit uns auf Twitter @srf.

In der Schweiz erlauben 451.10 Franken pro Jahr, rund um die Uhr auf 17 Radio- und 7 TV-Programme sowie ein umfangreiches Onlineangebot zuzugreifen. Wäre die Schweiz ein einsprachiges Land mit Radio- und Fernsehprogrammen nur auf Deutsch oder nur auf Französisch, würde eine Gebühr von knapp 270 Franken reichen. Die SRG hat jedoch den Auftrag, in allen vier Sprachregionen einen gleichwertigen Service public zu erbringen.

Entsprechend werden auch die Kosten gemeinschaftlich von allen getragen. Ohne Finanzausgleich müssten Haushalte in der italienischsprachigen Schweiz rund 2300 Franken pro Jahr bezahlen. Aber dank der Solidarität unter den vier Sprachregionen ist die Gebühr in allen Schweizer Haushalten gleich hoch.

Die Deutschschweiz (inklusive Graubünden) finanziert mit ihren Gebührengeldern 70 Prozent des viersprachigen SRG-Gesamtangebots. Sie erhält für sich und ihre SRF-Programme allerdings nur knapp 45 Prozent aus dem nationalen «Gebührentopf» zugewiesen.

SRF betreibt in der Deutschschweiz 6 Radio- und 3 TV-Kanäle plus ein begleitendes Multimediaangebot. Das Angebot bedient die Interessen von Mehrheiten genauso wie von Minderheiten und spiegelt somit die Vielfalt der Schweiz. SRF macht Programm für die gesamte Deutschschweiz, in dem es Orientierung in der Flut von Nachrichten bietet, die freie Meinungsbildung durch vielfältige und sachgerechte Information fördert, Wissen vermittelt sowie für Unterhaltung sorgt.