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Information Wieso sind die Meteo-Sendungen auf CH-Deutsch?

Anfrage vom 25.11.2016

Sandra Bohner auf dem Meteodach
Legende: Auf dem Meteo-Dach wird Mundart gesprochen. Sandra Bohner beispielsweise «soleduurnered». SRF

So antwortet SRF:

Da die Wetterausdrücke in Schriftdeutsch oftmals akademisch wirken, haben wir beschlossen, «SRF Meteo» in Mundart auszustrahlen. Ausdrücke wie «Regenschauer», «anhaltende Niederschläge» oder auch «Aufhellungen» werden von der Deutschschweizer Bevölkerung kaum gebraucht und können in Dialekt viel treffender beschrieben werden. Schweizerdeutsch ist gerade bei Ausdrücken rund ums Wetter eine sehr farbige Sprache. Wir sagen «es hudlet», «es chuutet», «es strääzt» oder «es chunnd ganz schöön cho schütte». Und es gibt viele regionale Ausdrücke: Zum Beispiel sagen die Berner «es strubuusset». Auf diese sprachlichen Varianten möchten wir bei «SRF Meteo» nicht verzichten.

Übrigens: Schweizer Haushalte können bis zu 30 Fernsehprogramme in deutscher Sprache empfangen. Hingegen wird nur bei SRF – sowie bei Lokalsendern – Mundart gesprochen. Schweizerdeutsch wirkt für all jene, die Mundart sprechen, identitätsstiftend und ist für die kulturelle Eigenständigkeit der deutschsprachigen Schweiz wichtig. Schweizerdeutsch vermittelt Nähe und Identität. Es wäre unsinnig, auf diesen Marktvorteil zu verzichten.